Siegburg. Donnerstag, 2. bis Sonntag, 12. November 2017

Nationale und internationale Schriftsteller/innen stellen ihre aktuellen Bücher vor und diskutieren mit dem Publikum. Ein Lesefest für jedermann, das Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß, Spannung und Kommunikation verspricht, erwartet Sie.

Stadtmuseum Siegburg
Markt 46
53721 Siegburg
(für Navigationsgeräte:
Annostr. 5
53721 Siegburg)

Eintrittskarten sind an der Museumskasse, Markt 46, 53721 Siegburg,
Tel.: 0 22 41 / 102-74 10, erhältlich.

 

Programm:

Donnerstag, 2. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus
Heikko Deutschmann liest Jewgenij Samjatin: „Wir. Utopischer Roman“

Samjatins utopischer Roman „Wir“ und dessen Botschaft sind wieder hoch aktuell: viele düstere Prognosen des Ich-Erzählers  D-503 von damals spiegeln sich in unserem heutigen Alltag wider. Technische Möglichkeiten der Überwachung,  Transparenzzwang, weit verbreitete Passivität und kritiklose Anpassung an Gegebenheiten sind nur einige Beispiele.
Heikko Deutschmann gibt dem Protagonisten D-503 eine Stimme, liest aus dem Tagebuch des Aufbegehrenden, klar und ohne Pathos. Die einfühlsame Darbietung des Schauspielers lässt die Zuhörer hautnah spüren, wie die Zweifel des Ich-Erzählers an der Richtigkeit der gelebten Ideologie wachsen und der „freiheitliche Virus“ ungeplante Emotionen zu Tage fördert.
Der charismatische Schauspieler Heikko Deutschmann, geboren 1962 in Innsbruck, studierte an der Berliner Hochschule der Künste, lebt heute in Berlin und hat zahlreiche Hörbücher gesprochen.
Eintritt: 18,00 €

 

Freitag, 3. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus
Thekla Carola Wied liest Stefan Zweig: „Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau“

Thekla Carola Wied widmet sich einem in der Gesellschaft kontrovers diskutierten Thema: Die Liebe einer  Frau Anfang vierzig zu einem erheblich jüngeren Mann. Sie greift auf die Novelle von Stefan Zweig zurück, die die Grundlage für ihre Bühnenadaption ist.
Sigmund Freud bezeichnet Zweigs Novelle als „kleines Meisterwerk“ und urteilt: „…diese glänzend erzählte, lückenlos motivierte Geschichte ist gewiss für sich selbst existenzfähig und einer großen Wirkung auf die Leser sicher“. In der Bühnenfassung  von Thekla Carola Wied wird deutlich, dass die Frau einem unvorhersehbaren Impuls folgt, als sie sich mit dem 24 Jahre jüngeren Mann einlässt.
Die Schauspielerin arbeitet in ihrer Textinterpretation das psychologische Einfühlungsvermögen Stefan Zweigs, seinen Blick für Zusammenhänge und sein Verständnis für Ursache und Wirkung heraus.
Schauspielerin Thekla Carola Wied, geboren 1944 in Breslau, mehrfach ausgezeichnet mit dem Bambi und der Goldenen Kamera, lebt heute mit ihrem Mann in München.
Eintritt: 15,00 €

 

Samstag, 4. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus
Christine Schütze und Sky du Mont: „BeziehungsWeisen“

Ohne Visier: Christine Schütze und Sky du Mont laden ein zum offenen Schlagabtausch der Geschlechter. Die ganze Wahrheit über Männlichkeitsrituale, Mutterkomplexe, Geschlechterverständnis und die ganz große Liebe.
Sky du Mont liest William Somerset Maugham, Frank O’Connor und Katharine Brush und wird dabei am Flügel begleitet von Pianistin und Kabarettistin Christine Schütze, die auch für die komödiantischen Einlagen sorgt.
Ein komödiantisch-musikalischer Abend voller amüsanter Missverständnisse und mit ganz viel Verständnis für die kleineren und größeren menschlichen Schwächen.
Sky du Mont, 1947 als Sohn eines deutschen Vaters und einer englischen Mutter in Buenos Aires geboren, wuchs in München, der Schweiz und London auf. Während seiner Laufbahn hat der Schauspieler nicht nur beeindruckende Filme gedreht, sondern ist auch mehrfach nominiert und ausgezeichnet worden.
Christine Schütze wurde in Hamburg geboren und war schon als Kind Preisträgerin bei Jugendmusikwettbewerben. Nach dem Abitur studierte sie an den Musikhochschulen in Hamburg und Lübeck und war als Solistin zu Gast bei internationalen Festivals im In- und Ausland.
Eintritt: 15,00 €

 

Sonntag, 5. November 2017, 11:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus, Aula
Tim Michalak und Christian Ubber: „Engelbert Humperdinck – Ein biographisch-musikalisches Lesebuch“

Wussten Sie, dass Engelbert Humperdinck ein leidenschaftlicher Radfahrer war und gerne barfuß wanderte? Dass er mit Hingabe „gekneipt“ hat – wobei „Kneipen“ für ihn den Genuss alkoholischer Getränke bedeutete? Welchen Wein er dabei bevorzugte?
Ein neues Buch über den Meister stellt wesentliche Lebensorte und Werke Humperdincks aus neuer Sicht dar: Die eine oder andere Legende aus Humperdincks Leben wird überprüft (und korrigiert), zahlreiche neu oder erstmals ausgewertete Quellen erzählen Unbekanntes und Überraschendes, manchmal auch Skurriles.
Natürlich kommt auch die Musik nicht zu kurz: Roland Hardenberg (Violine), Ji-Eun Noh (Violoncello) und Christian Ubber (Klavier) bringen als Ergänzung kammermusikalische Werke Humperdincks zu Gehör.
Eintritt: 7,00 €

 

Sonntag, 5. November 2017, 14:00 Uhr | Stadtbibliothek im Kulturhaus
Siegburger Literaturwerkstatt: „TextelMechtel“

Die Autorinnen und Autoren der Siegburger Literaturwerkstatt schreiben mit Begeisterung und Leidenschaft. Ihren Texten merkt man das an. Sie möchten die Ergebnisse ihres Schreibens miterlebbar machen und ihre Zuhörer mit kurzen Erzählungen, Romanauszügen und lyrischen Zeilen erfreuen und sie zum Nachdenken anregen. Heitere, spannende und unterhaltsame Texte werden sich auf der Literaturbühne der Stadtbibliothek ausbreiten, sich voneinander abheben und zueinander finden.
Die musikalische Begleitung aus rockig-verzaubernden Tönen rundet das TextelMechtel ab.
Eintritt frei!

 

Sonntag, 5. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus
Edgar Rai & Hans Rath: „Bullenbrüder“ – Ein Kriminalroman: Zwei Brüder. Eine Leiche. Jede Menge Ärger.

Holger Brinks, Kriminalhauptkommissar der Mordkommission, ist immer korrekt, manchmal sogar spießig. Sein Bruder Charlie hingegen schlägt sich als Privatschnüffler durchs Leben und passt seine Vorgehensweise gerne den Umständen an…
Edgar Rai, geboren 1967, studierte Musikwissenschaften und Anglistik in Marburg und Berlin und arbeitete unter anderem als Drehbuchautor, Basketballtrainer, Chorleiter, Handwerker und Onlineredakteur. Er hat drei Kinder und lebt als freier Schriftsteller in Berlin.
Hans Rath, geboren 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er lebt mit seiner Familie in Berlin, wo er unter anderem als Schriftsteller und Drehbuchautor tätig ist.
Eintritt: 10,00 €

 

Montag, 6. November 2017, 09:00 und 11:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus
Wilhelm Nünnerich und Klaus Schweizer: „Die unsinkbaren Drei“ – Eine piratige Lese-Show mit Experimenten für Grundschüler

Kapitän Flitschauge hat eben erst seine meuternde Mannschaft von Bord geworfen, als sein Schiff zweimal gerammt wird: Zuerst von einem Riesensuppenkessel mit einem spillerigen Kerl darin und, wenig später  von einer Holzplanke, auf der ein rundlicher Mensch sitzt und wild mit einer Suppenkelle paddelt.
„Höchst piratig!“, findet Kapitän Flitschauge. Neugierig nimmt er die beiden an Bord. Welche spannenden und verrückten Abenteuer darauf folgen werden, kann der Piratenkapitän natürlich nicht ahnen…
Wilhelm Nünnerich studierte Chemie und hat in unglaublich vielen Berufen gearbeitet. Seine Hörspielfolgen über die Piraten Flitschauge, Gräte und Bumskopp laufen seit Jahren mehrmals wöchentlich im WDR-Kinderradio KIRAKA.
Klaus Schweizer studierte Germanistik und Sport, bevor er 1974 gemeinsam mit Angelika Bartram, Richard Rogler und anderen das Kindertheater Ömmes & Oimel gründete. Der Schauspieler und Regisseur ist zugleich Geschäftsführer des COMEDIA Theaters.
Eintritt frei!
Anmeldung erforderlich!

 

Montag, 6. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtbibliothek im Kulturhaus
Junge Autoren stellen sich vor: „Juliane Zöllner & Sebastian Weirauch“
Moderation: Nadine Quadt, Redakteurin des Generalanzeigers

Zu DDR-Zeiten wurden im Literaturinstitut Leipzig Studenten im Marxismus/Leninismus, der Literaturtheorie und der Schreibpraxis fit gemacht, mit der Neugründung 1995 wird es ein „Institut zur Förderung und Ausbildung des schriftstellerischen Nachwuchses“. Junge Talente erhalten ihren handwerklich-kreativen Schliff, denn auch Schreiben will gelernt sein, um ein homogenes, lesbares Endprodukt mit individuellen Zügen abliefern zu können.
Juliane Zöller und Sebastian Weirauch sind hoffnungsvolle Nachwuchstalente, denen die Literaturwochen ein Forum bieten möchte.
Das Duo MARION & SOBO, bestehend aus Gitarrist Alexander Sobocinski (Polen) und Sängerin Marion Lenfant-Preus (Frankreich/USA), begleitet den Abend musikalisch.
Eintritt: 10,00 €

 

Dienstag, 7. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtbibliothek Siegburg im Kulturhaus
Thomas von Steinaecker: „Die Verteidigung des Paradieses“
Moderation: Jürgen Röhrig, Redaktionsleiter des Rhein-Sieg-Anzeigers

Ein atemberaubender Roman über die Zukunft unserer Gegenwart: literarisch virtuos, philosophisch radikal und zutiefst berührend.
Er möchte ein guter Mensch sein. Aber Heinz lebt in einer Welt, die Menschlichkeit nicht mehr zulässt. Nach dem Weltuntergang gehört der junge Heinz zu einer Gruppe Überlebender, die sich in die bayerischen Alpen retten konnten. Aber dann stellt sich plötzlich heraus: allein Deutschland ist untergegangen. Und Heinz muss erfahren, wie es ist, nicht nur ein Dichter und Denker, sondern auch ein Flüchtling zu sein…
Thomas von Steinaecker, geboren 1977 in Traunstein, lebt in Augsburg. Er schreibt vielfach ausgezeichnete Romane sowie Hörspiele. Außerdem dreht er Dokumentarfilme, für die er unter anderem den ECHO Klassik erhielt. Zuletzt erschien 2016 der Roman „Die Verteidigung des Paradieses“, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war.
Eintritt: 10,00 €

 

Mittwoch, 8. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtbibliothek im Kulturhaus
Edgar Wolfrum: „Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts“
Moderation: Gisbert Baltes, Journalist, Autor und bis 2016 WDR-Redakteur

Meisterhaft schildert Edgar Wolfrum das außergewöhnlichste Jahrhundert der Weltgeschichte in all seiner Zerrissenheit zwischen Fortschritt und Abgrund und  porträtiert zugleich aus unterschiedlichen Perspektiven ein zutiefst widersprüchliches Zeitalter mit all seinen dunklen und hellen Seiten, dessen ungelöste Probleme unsere Gegenwart bis heute bestimmen.
Krieg und Frieden, Demokratie und Diktatur, Liebesglück und Geschlechterungleichheit, Wohlstand und Hunger, Säkularisierung und Rückkehr der Religionen …
Ein beeindruckend argumentierendes und umfassendes Geschichtspanorama für alle, die das 20. Jahrhundert und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts verstehen wollen.
Edgar Wolfrum, geb. 1960, ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Heidelberg. Studium der Geschichte, Politikwissenschaft, Germanistik und des Spanischen. Promotion 1990. 1991–1994 Leiter des Förderungsreferats für Geschichte bei der Volkswagenstiftung, 1999 Habilitation.
Eintritt: 10,00 €

 

Donnerstag, 9. November 2017, 20:00 Uhr | Sion im Carré
Hanno Friedrich: „Rock’n Readings – Jetzt muss ich es nur noch schaffen, mich an irgendetwas zu erinnern“

Sie waren einst jung und wild, und sie haben die Popwelt mit ihrem Ehrgeiz und ihrer anarchischen Wut nachhaltig verändert. Zwischen Drogen und Groupies, Schlägereien und Gefängnisaufenthalten arbeiteten sie an ihrer Musik, waren obdachlos und gaben Konzerte bis es goldene Schallplatten regnete.
Großmäulig, selbstironisch und bisweilen weinerlich erinnern sich unter anderem die bösen Buben Ozzy Osbourne, Nicky Sixx oder Peter ‚The Cat‘ Criss an fünf Jahrzehnte (Über-)Leben für den Rock’n’Roll.
Der Bonner Schauspieler Hanno Friedrich liest Schwermetalltexte aus den Autobiographien bekannter und berüchtigter Rockgötter, an der elektrischen Gitarre musikalisch begleitet von Nicolas Trznadel, bekannt als Gitarrist und Bassist bei OLLI K’S HOT AFFAIR, SOCIAL DISCOVERY und den DIRTY DEEDS.
Nichts für Schlagerfans!

 

Freitag, 10. November 2017, 16:00 Uhr | Stadtbibliothek im Kulturhaus
„Jetzt bestimme ich!“ von Juli Zeh und Dunja Schnabel, Bilderbuchkino mit Kerstin

Warum dürfen eigentlich immer die Eltern alles bestimmen? Anki  findet das nicht gerecht. Zusammen mit ihrer Familie probiert sie die verschiedensten Methoden aus, um dieses Problem zu lösen. Da wird um die Wette gelaufen, diskutiert oder ohne Rücksicht einfach gemacht. Mal darf jeder bestimmen, dann geht’s nach Mehrheitsbeschluss, es werden Königreiche aufgeteilt und Aufgaben verlost, aber am Ende kommen immer wieder nur Käsebrote auf den Tisch, weil sie sich nicht einigen können, wer kocht.
Das Bilderbuch „Jetzt bestimme ich!“ von Juli Zeh und Dunja Schnabel zeigt mehrere Möglichkeiten auf, um das in vielen Familien übliche Problem anzugehen und vermittelt so ganz nebenbei ein paar Grundsätze der Demokratie.
Nach der Vorstellung darf bis 17 Uhr gemalt, gespielt, sich verkleidet und nach weiteren Abenteuern gestöbert werden.
Dämmerlicht in der Bibliothek, eine große Leinwand und ein Bilderbuch, dessen Bilder alle Kinder sehen können – DAS ist Bilderbuchkino!
Eintritt frei!

 

Sonntag, 10. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus
Manuel Andrack: „Lebenslänglich Fußball – Vom Wahnsinn, Fan zu sein“

Eigentlich leidet der Fan immer und überall, vor allem an der eigenen Mannschaft, an ihren Unzulänglichkeiten, am Trainer und an den eigenen Fans. Er pendelt zwischen Depression und Hysterie, zwischen Trauer und Treue, zwischen Herzklopfen und Agonie.
Andrack spricht mit Psychologen und bekloppten Fußball-Anhängern und erzählt sehr unterhaltsam von Verlobungen, die wegen dem 1. FC Köln gelöst wurden, vom König der Mecker-Opas und wie man polyamouröser Fan wird.
Manuel Andrack, 1965 in Köln geboren, ist seit vierzig Jahren leidenschaftlicher Fußball-Fan. Als Autor und Moderator beim Saarländischen Rundfunk schreibt er neben seinen erfolgreichen Büchern regelmäßig für den Stern, DIE ZEIT, GEO Special u.a. Er lebt mit seiner Familie im Saarland.
Eintritt: 10,00 €

 

Samstag, 11. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus
Thomas Heinze liest Sir Peter Ustinov: „Achtung! Vorurteile“

„Ich hatte das große Glück und die Ehre, in den letzten 1 ½ Jahren vor seinem Tod viel Zeit mit Sir Peter Ustinov zu verbringen, weil wir gemeinsam an einem Dokumentarfilm gearbeitet haben. Das Thema Vorurteile war immer eine Herzensangelegenheit von ihm. Da dieses Thema erschreckenderweise nach wie vor eine große Brisanz hat, ist es wichtiger denn je, darüber zu sprechen.“
Thomas Heinze, gebürtiger Berliner, wurde nach seiner Schauspielausbildung  an der  Otto-Falckenberg- Schule in München mit seiner Hauptrolle im Kinohit „Allein unter Frauen“ von Sönke Wortmann bekannt, mit dem er auch weitere Filme drehte. Seither ist Thomas Heinze einer der gefragtesten deutschen Schauspieler in Film und Fernsehen.
Eintritt: 15,00 €

 

Sonntag, 12. November 2017, 11:00 Uhr | Stadtbibliothek im Kulturhaus
Chris Kramer: „Die kleine Mundharmonika“ – Eine Musikalische Lesereise für die ganze Familie

Die Geschichte soll den Kindern die Erkenntnis vermitteln, dass man sich nicht von anderen kleinreden lassen muss. Dass es nicht auf äußerliche Größe, sondern auf innere Werte ankommt. So lernt die kleine Mundharmonika, Widerstände zu überwinden und an die eigenen Fähigkeiten zu glauben und findet am Ende dadurch viele Freunde und ihren Platz in der (Musik-)Welt.
Gemeinsam mit Illustrator Christoph Heuer hat Chris Kramer ein außergewöhnliches Kinderbuch geschaffen, das vordergründig mitreißt und dabei subtil die Botschaften Kramers von Toleranz und Respekt vermittelt.
Chris Kramer ist professioneller Bluesmusiker, Preisträger des German Blues Awards und Virtuose auf der Mundharmonika. Der sympathische Ruhrpottler hat mit unzähligen nationalen wie internationalen Musikern zusammengearbeitet, Mundharmonikalehrbücher geschrieben, Workshops gegeben und mehreren TV-Sendern als Musiksachverständiger zur Verfügung gestanden.
Eintritt: 5,00 €

 

Sonntag, 12. November 2017, 15:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus
Stefan Sell spielt für Kinder: „Mein Klang der Märchen“ – Die Brüder Grimm

Stefan Sell erzählt die Märchen neu, spielt dazu fantastisch imaginäre Musik und kleidet sie in Klangcollagen. Zeitgemäß verbindet er die uralte Tradition des mündlichen Erzählens mit heutigen Hörgewohnheiten. Er erzählt von den Texten, spielt, rappt und rockt dazu die passende Musik. Dabei verwendet er seine verschiedenen Gitarren, u. a. eine E-Gitarre mit livelooping, die es ihm ermöglicht, Klänge und Geräusche lebendig werden zu lassen.
Ein Programm für die ganze Familie – eingebettet  in eine begleitende Moderation, die auf unterhaltsame und kurzweilige Weise einige Hintergründe der Märchen und die Biografie der Brüder Grimm erzählt.
Stefan Sell wurde 1959 im Rheinland geboren, genoss eine klassische Gitarrenausbildung, bereiste Spanien mit einem Flamencotheater und lebt heute als Musiker, Komponist und Autor in Franken nahe Nürnberg. Er selbst bezeichnet sich als „Feldforscher“ in der Welt der Klänge und Geräusche.
Eintritt: 5,00 €

 

Sonntag, 12. November 2017, 20:00 Uhr | Stadtmuseum im Kulturhaus
Oliver Steller spricht und singt Dichterinnen – „Spiel der Sinne“

Was ist eigentlich Frauenlyrik? Dürfen Männer das auch lesen? Oder werden die dann blind? Als ich vor 25 Jahren „Ein alter Tibetteppich“ von Else Lasker-Schülergelesen habe, wusste ich sofort, dass dieses Gedicht nicht von einem Mann sein kann! Selbst Rilke hätte das nicht geschafft.
Spiel der Sinne: ein lyrisch-musikalisches Miteinander, Nebeneinander und Gegeneinander von Gedichten.
Die Themen der Dichterinnen sind so alt wie die Dichtung selbst: Liebe, Natur, Tod und das Ich. Aus dem großen Schatz der deutschen Frauenlyrik werden manche Gedichte rezitiert, andere sind zu Liedern geworden und ein wenig Slam-Poetry ist auch dabei.
Sehnsucht nach Liebe? Ja! Aber nicht schmachtend und leidend, sondern fordernd, aktiv und begehrend! Gedichte von Frauen sind liebevoll, genussvoll und gnadenlos.
Mit „im Spiel“ ist der Saxophonist und Klarinettist Bernd Winterschladen, der das Blaue vom Himmel spielt!
Eintritt: 15,00 €

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