Bad Honnef. Experten der Ortsgemeinde Rheinbreitbach und der Stadt Bad Honnef haben sich zusammengesetzt und einen Aktionsplan aufgestellt, um der Schwarzwildplage Herr zu werden. Insbesondere im Süden von Bad Honnef richten Wildschweine große Schäden in Grünanlagen und Gärten an. Die Rudel halten sich nahe der Häuser und Plätze auf. In der Dunkelheit gefährden sie Spaziergänger und –gängerinnen und die Hunde, die ausgeführt werden.

Die Teilnehmenden an der Gesprächsrunde waren Ortsbürgermeister von Rheinbreitbach Wolfgang Gisevius und Erste Beigeordnete der Stadt Bad Honnef Cigdem Bern sowie Leiter und Mitarbeitende des Geschäftsbereichs Städtebau und Mitarbeitende des Fachdienstes Ordnung der Stadt Bad Honnef, Stadtförster, Jagdausübungsberechtigte für den Bereich Selhof, Leiter der Stelle für Wildschäden und Wildschadensverhütung vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz. Sie analysierten die Situation und besprachen erste Maßnahmen.

Dringend empfohlen wird, in der Dunkelheit im Gebiet Honnefer Graben, Limbicher Weg, Lichweg und Verlängerung des Afelspfades keine Spaziergänge zu unternehmen und auch keine Hunde auszuführen. Damit schließt sich die Stadt Bad Honnef den Ausführungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen an, das vor dem Aufenthalt dort nachts warnt.

Eine Bejagung des Schwarzwildes ist aus Sicherheitsgründen nicht ohne weiteres möglich. Zunächst wurde beschlossen, dass die Bepflanzung, teilweise mittels Beweidung durch Ziegen, reduziert wird. Grundstücksbesitzer und –besitzerinnen wurden bereits angefragt, um ihre Zustimmung zu  erteilen. Sind die Deckungsflächen aufgelichtet, ist eine Bejagung leichter. Sie kann wegen der besseren Lichtverhältnisse in einer Woche vor und nach Vollmond erfolgen. Entsprechend wurden Zeiten in der  45. bis 47. und 49. bis 51. Kalenderwoche für die Jagd vorgesehen. Die Verwaltung bittet die Bürgerschaft, Beschilderungen und Absperrungen während der Jagden unbedingt zu beachten und das Gebiet zu meiden.

Bürger und Bürgerinnen sind verpflichtet, mitzuhelfen. Das Füttern der Tiere ist streng verboten. Kompost begünstigt die Ernährungssituation für das Schwarzwild, deshalb sollte auf Kompost und Abfallplätze auf privatem Grund verzichtet werden. Wilde Kompostierungen und Müllablagerungen sind verboten und entsprechende Verstöße werden durch das Ordnungsamt geahndet.

Private Grundstücke sollten zum Schutz gegen Wildschweine eingezäunt sein. Ein üblicher Zaun ist allerdings kein ausreichender Schutz vor Schwarzwild. Auf der Internetseite der Stadt Bad Honnef www.bad-honnef.de (unter Rathaus & Politik, Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung, Schwarzwild) wird eine Empfehlung zur Eigentumssicherung gegen Schwarzwild mit Hilfe von speziellen Zäunen wie Elektro-, Stabmatten-, Baustahlmatten- und Wildschutzzäune gegeben. Das Informationsblatt können Sie auch hier herunterladen: zaeunegegenschwarzwild