Unter dem Motto „Wie sieht ein Engel aus?“ fand am 11. Dezember 2015 ein Benefizkonzert für die Notfallseelsorge in der Evangelischen Kirche in Dollendorf statt.

Ausführende waren die Kinderchöre und der Jugendchor der Evangelischen Kirchengemeinde Oberkassel-Dollendorf unter der Leitung von Kantorin Stefanie Dröscher, der Kinderchor „Lalelu“ der Evangelischen Kirchengemeinde Bonn-Holzlar unter der Leitung von Astrid Klocke sowie der Schulchor der Grundschule in Oberdollendorf unter der Leitung von Elisabeth Müller. Solist am Cajon war Jonas Schütz, am Klavier begleitete Kantorin Stefanie Dröscher. Es lasen Pfarrerin Anne Kathrin Quaas und Pfarrer Albi Röbke.

Notfallseelsorger sind Menschen, die in Grenzsituationen des Lebens ehrenamtlich und im Verborgenen mit viel Liebe, Hingabe, Langmut und Sensibilität Licht ins oft völlige Dunkel bringen – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Pfarrer Albi Röbke ist mit seinem 25-köpfigen Seelsorge-Team seit dem Jahr 2000 zuständig für die Bereiche Bonn, Rhein-Sieg und Godesberg.

Nach der Begrüßung durch Pfarrerin Quaas, in der sie darauf hinwies, dass auch in der Evangelischen Gemeinde Dollendorf schon Notfallseelsorgeeinsätze stattgefunden haben, wurde ein Korb mit 24 Zetteln herumgereicht, auf denen die Liedanfänge verzeichnet waren. Nach jedem Lied durfte ein Kind einen Zettel ziehen, so dass Chöre und Leiterinnen immer wieder vor Überraschungen gestellt wurden.

Mit ihren klaren, gut geschulten Stimmen sangen die Kinder von Engeln, die uns begleiten, oft, ohne dass wir das bemerken, die uns schützen, die uns die Angst nehmen, die wir zum Zuhören brauchen, so dass wir wissen, dass wir nicht allein sind. Sie sangen Lieder wie:

„Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit“, „Tragt in die Welt nun ein Licht“ und „Mögen Engel euch begleiten“, ein Lied, das sich unmittelbar an die Notfall-Engel richtete. Denn die Notfallhelfer sind bei Katastrophen und schwierigen Situationen die Engel, die helfen und bleiben, solange man sie braucht. Sie sind für die Menschen, denen sie geholfen haben und für die, die sie einmal brauchen werden, von unschätzbarem Wert. „Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein“: Die Männer sahen in ihren Rettungswesten, Feuerwehruniformen und Regenjacken in der Tat sehr irdisch aus, und dennoch … Blickte man zudem in die Augen der zuhörenden Eltern und der kleinen Sängerinnen und Sänger, konnte man nicht entscheiden, welche Augen stärker strahlten. Die ganze Kirche schien von kleinen und großen Engeln erfüllt.

Nach dem Konzert konnte man bei Glühwein und Gebäck wohlgefüllte Spendenkörbchen sehen, deren Inhalt den Bonner Lichterboten zu Gute kommen und somit bedürftigen Bonner Familien, die durch Schicksalsschläge in Not geraten sind.

Foto: Annette Mock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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