70 JAHRE DANACH

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Zu Beginn des Jahres 1945 war Breslau neben Dresden die einzige noch unversehrte deutsche Großstadt. Bis weit ins Jahr 1944 hinein schien der Krieg weit entfernt. Als jedoch im Sommer 1944 die Rote Armee ihre Großoffensive gegen die Heeresgruppe Mitte startete und nach wenigen Wochen an der Weichsel stand, änderte sich die Situation gravierend.

Das unbefestigte Breslau wurde im August 1944 zur Festung erklärt. Waffen wurden organisiert, Lazarette vorbereitet und Nahrungsmittel eingelagert. Die Bevölkerung wurde zum Bau von Befestigungsanlagen und zu Schanzarbeiten in und um die Stadt angetrieben.

Den ersten heftigen Luftangriff erlebte Breslau am 7. Oktober 1944. Dennoch wurde die Zivilbevölkerung erst Anfang 1945 evakuiert. In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar schloss sich der Ring um Breslau endgültig. In den folgenden Monaten entfaltete sich ein Häuser- und Straßenkampf, Luftangriffe zerstörten Wohnviertel und Kulturdenkmäler. Die Opfer und Zerstörungen waren jedoch nicht nur auf den Beschuss und das Bombardement durch den Feind zurück zu führen: Die Verteidigung der Festung wurde über alles gestellt und ohne Rücksicht auf Menschen, Bauten oder Kunstschätze setzten die Verteidiger selbst zahlreiche Häuser in Brand oder versahen sie mit Sprengladungen, um die Russen am weiteren Vordringen zu hindern.

Die Schlacht um Breslau dauerte 80 Tage, die Aufgabe der Festung erfolgte erst vier Tage nach der Kapitulation Berlins.

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