Entsetzen und Empörung lösten bei der Mitgliederversammlung der Sportfreunde Aegidienberg (SFA) die finanziellen Forderungen der Stadt Bad Honnef an den Sportverein aus. Nicht nur, dass in diesem Jahr erstmals die „Sportstättennutzungsgebühr“ aufzubringen ist, was für die SFA für ein halbes Jahr, in das auch noch die Sommerferien fielen, mit 1.870 Euro zu Buche schlägt.

Inakzeptabel erscheint den Sportlern das Ansinnen der Stadt, die Kosten für die Nutzung der Aegidienberger Schulschwimmhalle von derzeit 8 Euro auf 30 Euro pro Stunde, also auf knapp 400 % zu erhöhen, wobei die Schwimmer selbst für eine bezahlte Aufsicht und die früher von einem Hausmeister wahrgenommenen Aufgaben (Kontrolle der Elektro- und Sanitäranlagen, Schließdienste) sorgen. Allein für die Triathlon-Abteilung, deren Mitglieder dreimal wöchentlich in der Schwimmhalle trainieren, würde das Mehrkosten von etwa 5.000 Euro pro Jahr bedeuten.

Eine große Zahl von Mitgliedern erhielt aus der Hand des SFA-Vorsitzenden Claus Elbert (r.) die Urkunden und Ehrennadeln für langjährige Mitgliedschaft und herausgehobene Verdienste überreicht.
Eine große Zahl von Mitgliedern erhielt aus der Hand des SFA-Vorsitzenden Claus Elbert (r.) die Urkunden und Ehrennadeln für langjährige Mitgliedschaft und herausgehobene Verdienste überreicht.

Dankbar wurde demgegenüber registriert, dass die Stadt eine Unterstützung für Flüchtlinge anbietet, die beitragsfrei das Angebot der Sportfreunden Aegidienberg wahrnehmen können. Und mit besonderer Freude wurden die Mitteilungen über die Beschlüsse des Rats der Stadt Bad Honnef zur neuen Sporthalle aufgenommen. Diese soll unterhalb der Aegidienberger Grundschule parallel zur Burgwiesenstraße gebaut werden, mit einer sieben Meter hohen Halle, einem Anbau mit Umkleideräumen und Sanitäranlagen sowie einem zusätzlichen Mehrzweckraum für kleinere Trainingsgruppen. Besonderer Wert werde auf die Einrichtung einer effizienten solarbasierten Energieversorgung gelegt. Die Halle soll termingerecht – damit die 500.000 Euro-Spende des Mäzens Josef Bellinghausen nicht verfällt – zum 31. Dezember 2017 fertig sein.

Notgedrungen, da sich trotz intensiver Suche von Vorstand und Ältestenrat kein Nachfolger gefunden hatte, ließ sich Claus Elbert nach zehnjähriger Tätigkeit in diesem Amt erneut zum 1. Vorsitzenden der Sportfreunde Aegidienberg wählen. Dies gilt, solange kein neuer – weiterhin hartnäckig gesuchter – Nachfolger gefunden ist, und mit einem etwas reduzierten Aufgabenbereich, da einige Tätigkeiten auf andere Schultern verlagert werden sollen. Mirko Lorenz, der glücklicher- und dankenswerterweise die Aufgaben bereits kommissarisch von Udo Stockhausen übernommen hatte, wurde nun offiziell zum Geschäftsführer gewählt. Der 2. Vorsitzende Klaus Katzenberger, der wegen seiner perfekten Kassenführung besonders gewürdigte Finanzwart Norbert Hoß, der Organisationswart Rolf Limbach sowie die Beauftragten für Soziales und Presse, Alexandra Schmidt und Ute Reichert-Flögel, wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Schließlich konnte der Vorsitzende Claus Elbert etwa 30 Mitglieder für eine 25-, 40- sowie 50-jährige Mitgliedschaft oder für ihr außerordentliches Engagement mit der Silbernen oder Goldenen Verdienstnadel bzw. der Silbernen Ehrennadel der Sportfreunde Aegidienberg auszeichnen.

Bildunterschrift:

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Der Vorstand der Sportfreunde Aegidienberg (v. l.): Klaus Katzenberger, Ute Reichert-Flögel, Mirko Lorenz, Claus Elbert, Norbert Hoß und Alexandra Schmidt

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Eine große Zahl von Mitgliedern erhielt aus der Hand des SFA-Vorsitzenden Claus Elbert (r.) die Urkunden und Ehrennadeln für langjährige Mitgliedschaft und herausgehobene Verdienste überreicht.

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