Der Verein „StattReisen Bonn erleben e.V.“ bietet Führungen/Fahrradtouren und Reallys zur Bonner Stadtgeschichte an. 

Für die Teilnahme gelten einige Regeln, die wir streng einhalten müssen. Die Teilnehmer müssen einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten. Außerdem müssen Sie sich vorher mit Namen, Adresse und Telefon-Nummer anmelden. Das können Sie online auf dieser Seite machen oder per Telefon/Mail.

Anmeldung/Infos:
StattReisen Bonn erleben e.V.
Tel.: 0228 / 65 45 53 oder eine E-Mail an info@stattreisen-bonn.de
Für eine Buchung benötigen wir folgenden Angaben:
– Titel der Veranstaltung
– Uhrzeit
– Datum
– Ansprechpartner
– E-Mail
– Telefon
Bestätigung der Anmeldung erfolgt innerhalb von 7 Tagen

Programm im September 2020

Fr, 04.09.2020, 21:00 Uhr: Mit dem Nachtwächter durch Bonn
Es waren gefährliche Zeiten und keine leichte Aufgabe, die der Nachtwächter in Bonn zu bewältigen hatte, denn neben dem üblichen Gesindel bedrohten im 17.Jahrhundert Krieg, Feuer und Pest die kurfürstliche Residenzstadt. Da brauchte es schon einen hartgesottenen Mann, der eine Ahnung hatte von Tuten und Blasen und der die Stadt des Nachts sicher bewachen konnte.
Zu seinen Aufgaben zählte die Bewachung der Mauern und das Schließen der Tore. Auch die Weingärten mußten vor Frevlern geschützt werden. Aber mit dem Wolfsturm, dem Maarturm oder gar dem Pranger hatte der Nachtwächter ja genügend Mittel, solchem Treiben ein Ende zu bereiten.

Treffpunkt: Rheingasse, Ecke Brassertufer
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-

Sa, 05.09.2020, 14:00 Uhr: Das Bonn der frühen Jahre
Mit einer neuen Tour zu den ganz frühen Jahren der Bundeshauptstadt Bonn werden wir eine fast schon vergessene Zeit beleuchten. Denn was sich in den Jahre 1949 und 1950 in Bonn tat, ist mit dem Begriff „Provisorium“ kaum zu beschreiben. Abgeordnete, Ministerien, Verbände und Parteien zogen zeitgleich in die kleine Stadt am Rhein. Und das, obwohl Bonn selber noch mit Kriegszerstörung und Wohnungsbewirtschaftung zu kämpfen hatte. So mußten gleich drei Ministerein im Alten Stadthaus am Bottlerplatz untergebracht werden und zahlreiche Fraktionssitzungen der Parteien fanden in Restaurants und Hotels statt. Da wundert es nicht, daß um jeden Quadratmeter in den früheren Kasernen der Nordstadt geradezu gekämpft wurde.

Treffpunkt: Altes Rathaus, Marktplatz
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-

Sa, 05.09.2020, 14:00 Uhr: Nordstadt – Buntes aus der sogenannten Altstadt
Seit jeher war die Nordstadt das Gegenstück zum bürgerlichen Süden. Kleine Gewerbe und Handwerksbetriebe prägten das Bild. Bis heute ist die bunte Vielfalt geblieben. Die Gastronomen der Nordstadt benannten das Viertel zur besseren Vermarktung der vielen Kneipen in “Altstadt” um. Hier fanden das Frauenmuseum, der Bonner Kunstverein, zahlreiche alternative Galerien und Betriebe und viele StudentInnen eine Bleibe. Hier gibt es den für Bonn bemerkenswerten genossenschaftlichen Wohnungsbau.

Treffpunkt: Maxstraße/Ecke Breite Straße
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa, 05.09.2020, 14:00 Uhr: Südstadt – Aufbruch in die Gründerzeit
Bonns schönstes Wohnquartier wurde zwischen 1850 und 1910 erbaut. Das Gründerzeitviertel hatte den 2. Weltkrieg nahezu unversehrt überstanden. Weniger glimpflich verlief die Nachkriegszeit bis zur Einführung des Denkmalschutzgesetzes. Dennoch blieb die Südstadt ein in sich geschlossenes Areal gründerzeitlichen Bauens.
Zur Führung gehören auch stadt- und verkehrsplanerische Fragestellungen und die Geschichte der Bewohner des Viertels. Gezeigt werden u.a. die Universitätssternwarte von Schinkel und die Villa des jüdischen Geographen Philippson.

Treffpunkt: Poppelsdorfer Allee/Ecke Prinz-Albert-Straße
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,-/ 8,-

Sa, 05.09.2020, 18:00 Uhr: Brauereien und Bierkultur in Bonn
Unzählige Brauereien in städtischem, privatem und kirchlichem Besitz prägten einst das Bonner Stadtbild und unzählig sind auch die Geschichten, Traditionen und Streitereien um das beste Bier. Schon in den Verordnungen der Bonner Kurfürsten bahnte sich der bis heute andauernde Streit um das Bier aus Köln an, der mit der Kölsch-Konvention 1986 einen vorläufigen Schlusspunkt erreichte. Da liegt es nahe, die Bonner Brauereien und Bierhäuser als ein Teil der Stadtkultur zu erkunden von den Anfängen der Braukunst bis heute. Dazu gehören die Geschichten um Gambrinus, Arnulf und Laurentius ebenso wie die Regeln der Bierbraukunst und die Gründung des Bürgerlichen Brauhauses Bonn, aus dem später die Kurfürsten-Brauerei hervorging.
Aber auch von der Wirtin, die als Hexe verbrannt wurde, von bekannten Besitzern und Pächtern und vom Fassbier-Streik der Bonner Gastronomen wird hier die Rede sein.
Da aber die Zeit nicht stehenbleibt, soll bei ein paar Kölsch-Proben in ausgesuchten Wirtshäusern auch die Frage erörtert werden, was denn die Bonner Bierkultur ausmacht, ob auch andere Biere zur hiesigen ͈Kultur“ gehören und welche Brauereien tatsächlich hier das Sagen haben.

Treffpunkt: Vor dem Bonner Münster, Hauptportal
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-
Getränke auf Selbstzahlerbasis

So, 06.09.2020, 11:00 Uhr: Beethoven ganz privat
Lebte Beethoven wirklich nur für die Musik? Welche Spuren seines Privatlebens kann man noch heute in Bonn finden? Was hat der kleine Ludwig als Kind wirklich getrieben? Und wie war seine Jugend? Alles über seine Familie und seine Schulzeit, über seinen Alltag und Freundeskreis erfahren Sie auf unserer neuen Tour.
Im Anschluß an die Führung machen wir mit Ihnen einen Gang durch das Beethovenhaus (Extrakosten: € 8,-/5,-) und ergänzen die Führung durch die Ansicht einiger Originalobjekte.

Treffpunkt: Beethovendenkmal, Münsterplatz
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So, 06.09.2020, 11:00 Uhr: Bonn – Residenz der Kurfürsten
Sie waren mächtig, gebildet, fromm und manchmal auch kurios. Die Kurfürsten, die ihre Residenz nach Bonn zur Hauptstadt des wohl bedeutendsten Kurfürstentums machten.
Bis heute ist das Stadtbild geprägt von der Kurfürstenzeit und bis heute hat ihr Wirken deutliche Spuren in Bonn hinterlassen: Ob als Erbauer der neuen Schlösser, als Gründer der ertsen Universität oder als Förderer der schönen Künste.
Von Joseph Clemens über Clemens August bis hin zum letzten Kurfürsten Max Franz zeigen wir die Orte ihres Wirkens und erzählen von den Besonderheiten und Kuriositäten, wie etwa vom Verbleib der Leiche des Kurfürsten Clemens August.

Treffpunkt: Hauptportal Bonner Münster
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So, 06.09.2020, 11:00 Uhr: Bonn in der NS-Zeit – Verfolgung und Widerstand
Der Stadtrundgang beschreibt den Weg zur Machtergreifung, die Haltung der Universität, die Arbeit des politischen Widerstandes und die brutale Verfolgung während des Nationalsozialismus. Einzelschicksale verdeutlichen die Schrecken der NS-Zeit.

Treffpunkt: Mahnmal auf dem Kaiserplatz
Dauer: 2 – 2,5 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So, 06.09.2020, 14:00 Uhr: Die Bonner Republik – Das ehemalige Regierungsviertel in der Bannmeile
Unser Bannmeilengang führt in die Zeit der Bonner Republik. Er zeichnet die Zeit nach vom Beginn als Provisorium bis zum Umzug des Bundestages nach Berlin.
Wir führen durch den Regierungsdschungel: Vom Gründungsort der westdeutschen Demokratie im Museum Koenig vorbei an der Villa Hammerschmidt und dem Palais Schaumburg bis zum Bundeshaus mit dem neuen Plenarsaal und dem Wasserwerk. Und natürlich fragen wir: Was bedeutet der Wandel der Hauptstadt zur Bundesstadt? Und was hat sich seit dem Umzugs des Bundestages in Bonn getan?

Treffpunkt: Eingang Museum Koenig
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,-/8,-

So, 06.09.2020, 14:00 Uhr: Pützchens Markt – Ein Phänomen
Pützchens Markt zieht seit Jahrhunderten jedes Jahr Menschenströme nach Bonn.
Das Volksfest, das schon Kurfürst Clemens August und der Schinderhannes besuchten, ist in jeder Hinsicht ein Phänomen. Der ganze Stadtteil steht dann einige Tage lang Kopf: Riesige Fahrgeschäfte und neue Attraktionen kommen nach Pützchen, Vorgärten werden zu Imbißbuden und die Schule zur Leitstelle für Polizei und Feuerwehr.
Aber woher kommen die Unmengen Strom, wohin fließen die riesigen Abwassermengen und wie bekommt man den Zuschlag für sein Geschäft? Wer sind die -meist frommen- Schausteller, die sich zu Beginn des Festes zum Gottesdienst versammeln? Was hat es auf sich mit dem Plutenmarkt und der Adelheidis-Quelle, die den eigentlichen Urspung der Wallfahrtsstätte und des Marktes bilden?

Treffpunkt: Am Adelheidisbrunnen, Adelheidisplatz/Brunnenweg
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Do, 10.09.2020, 14:00 Uhr: Pützchens Markt – Ein Phänomen
Pützchens Markt zieht seit Jahrhunderten jedes Jahr Menschenströme nach Bonn.
Das Volksfest, das schon Kurfürst Clemens August und der Schinderhannes besuchten, ist in jeder Hinsicht ein Phänomen. Der ganze Stadtteil steht dann einige Tage lang Kopf: Riesige Fahrgeschäfte und neue Attraktionen kommen nach Pützchen, Vorgärten werden zu Imbißbuden und die Schule zur Leitstelle für Polizei und Feuerwehr.
Aber woher kommen die Unmengen Strom, wohin fließen die riesigen Abwassermengen und wie bekommt man den Zuschlag für sein Geschäft? Wer sind die -meist frommen- Schausteller, die sich zu Beginn des Festes zum Gottesdienst versammeln? Was hat es auf sich mit dem Plutenmarkt und der Adelheidis-Quelle, die den eigentlichen Urspung der Wallfahrtsstätte und des Marktes bilden?

Treffpunkt: Am Adelheidisbrunnen, Adelheidisplatz/Brunnenweg
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa, 12.09.2020, 14:00 Uhr: Der Bonner Bogen – Vom Industriestandort zur Hightech-Schmiede
Der “Bonner Bogen” auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik ist die derzeit neueste und spannendste Stadterweiterung in Bonn. Dort, wo einst die Mitglieder der Familie Bleibtreu Zement herstellen ließen, entsteht jetzt hochkarätige Architektur. Anders als beim Posttower und dem Internationalen Kongreßzentrum entsteht hier eine dem Ort angepaßte Bebauung für unterschiedliche Nutzer. Die Geschichte des Industriepioniers Bleitreu und der “Oberkasseler Zementfabrik” bleibt hier noch erlebbar.

Treffpunkt: Königswinterer Str./Ecke Heinr.-Konen-Str.
Dauer: 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa, 12.09.2020, 14:00 Uhr: Heisterbacher Tal – Das Tal der Zisterziensermönche
Bekannt sind die Chorruine von Heisterbach und Cäsarius von Heisterbach. Neben ihrem geistlichen Wirken waren die Mönche von Heisterbach auch technisch und wirtschaftlich versiert: Der Kloster- und Kirchenbau, ein ausgeklügeltes System der Wasserversorgung, Mühlen und Weingüter zeugen von den vielfältigen Aktivitäten der Zisterziensermönche. Im Siebengebirgsmuseum ergänzen ein Modell der ehemaligen Kirche und Urkunden das Bild des historischen Klosterlebens.

Treffpunkt: Siebengebirgsmuseum, Kellerstraße 16, Königswinter
Dauer: ca. 3 – 4 Stunden
Beitrag: € 12,-
Strecke: ca. 6 km
*Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich!

Sa, 12.09.2020, 21:00 Uhr: Mit dem Nachtwächter durch Bonn
Es waren gefährliche Zeiten und keine leichte Aufgabe, die der Nachtwächter in Bonn zu bewältigen hatte, denn neben dem üblichen Gesindel bedrohten im 17.Jahrhundert Krieg, Feuer und Pest die kurfürstliche Residenzstadt. Da brauchte es schon einen hartgesottenen Mann, der eine Ahnung hatte von Tuten und Blasen und der die Stadt des Nachts sicher bewachen konnte.
Zu seinen Aufgaben zählte die Bewachung der Mauern und das Schließen der Tore. Auch die Weingärten mußten vor Frevlern geschützt werden. Aber mit dem Wolfsturm, dem Maarturm oder gar dem Pranger hatte der Nachtwächter ja genügend Mittel, solchem Treiben ein Ende zu bereiten.

Treffpunkt: Rheingasse, Ecke Brassertufer
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-

So, 13.09.2020, 15:00 Uhr: Helenenkapelle (Tag des offenen Denkmals)
Ankündigung folgt auf www.stattreisen-bonn.de

So, 13.09.2020, 11:00 Uhr: West-Side-Seeing. Die Bonner Weststadt
Kaum ein Stadtteil präsentiert sich so vielseitig wie die Bonner Weststadt. Das beginnt schon bei der Namensfindung: Ist die “Weststadt” nur eine Verlängerung der Südstadt? Ist es das Baumschulviertel, das Musikerviertel oder die Gegend “irgendwo bei Knauber”?
Bei der Führung werden die Teilnehmer sehen, daß alles gleichzeitig in der Weststadt zu finden ist. Und noch viel mehr! Denn auch die “Pauke”, die “Kaiservilla” und das Iwandhaus, das erste Bonner Studentenwohnheim, haben ihren Sitz in der Weststadt. Bei der Spurensuche in dem spannenden Stadtteil suchen wir auch die Reste der Hertzschen Klinik und die ehemalige Dienststelle der Bonner Gestapo.

Treffpunkt: Poppelsdorfer Allee/Ecke Baumschulallee
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So, 13.09.2020, 14:00 Uhr: Mit der U-Bahn in die Römerzeit
Diese Zeitreise bringt Sie auf besondere Weise zu den Zeugnissen der Römer, die für fast 400 Jahre das Leben in Bonn geprägt haben.
Ausgehend vom ”Archäologischen Park” im Bonner Norden entdecken wir das Lagerleben in der Garnisonsstadt, dazu Grabstelen und Weihealtäre, die uns vom Leben und Glauben in römischer Zeit erzählen. Wir suchen die Spuren der frühen Christen in Bonn und die einzig erhaltene Badeanlage aus römischer Zeit.
Mit der U-Bahn gelangen wir schließlich in das Gebiet der jüngsten Grabungen und erläutern das (leider zerstörte) Zentrum einer römischen Zivilsiedlung, in der sich eine Tempelanlage, Töpfereien und eine fast vollständig erhaltene Badeanlage fanden.

Treffpunkt: Kölnstraße / Ecke Rosental
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,- (zzgl. ÖPNV-Ticket)

Do, 17.09.2020, 14:00 Uhr: Das WeltStadtSpiel – Die Eine-Welt Stadtrallye durch die internationale Stadt Bonn
Jedes Kind weiß heute, daß Kaffee, Tee und Kakao aus den Ländern des Südens kommen, aber wer hätte schon gedacht, daß eine Jeans 12 Länder durchläuft, bevor sie in unsere Läden kommt? Wie der Handel und die wirtschaftlichen Kontakte mit der ”Einen Welt” aussehen, kann man in diesem Weltstadtspiel erfahren.
Das Weltstadtspiel ist eine spannende und lehrreiche Entdeckungsreise durch Geschäfte, Kaufhäuser und öffentliche Institutionen der Bonner Innenstadt, immer auf den Spuren fremder Länder und Kulturen.
Am Ende der Tour werden die Fragen ausgewertet und nochmal besprochen. So gibt es keinen Gewinner und Verlierer, sondern eine Menge neuer Informationen über die Eine Welt in Bonn.
das WeltStadtSpiel eignet sich für alle Altersgruppen. Sie werden in kleinere Gruppen aufgeteilt, in denen die Teilnehmer, ausgestattet mit einem Fragebogen, verschiedene Stationen ablaufen. Um die Fragen beantworten zu können, müssen nicht nur Hinweise gelesen werden, sondern auch Fußgänger und Mitarbeiter der Institutionen, um die es in diesem Spiel geht, befragen. Sicher ist es sehr spannend, wenn die Gruppen aus unterschiedlichen Altersgruppen bestehen und miteinander diskutieren können.

Treffpunkt: Beethovendenkmal, Münsterplatz
Dauer: ca. 3 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Do, 17.09.2020, 17:30 Uhr: Marx, Matrikel und Magnifizenz
Die neue Führung zum 200. Geburtstag der Bonner Universität
Seit 200 Jahren prägt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität das Bild der Stadt Bonn. Aber mit den Jubiläen der Bonner Universität war das so eine Sache. Das 100jährige mußte 1918 ausfallen wegen des Ersten Weltkrieges und beim 150. Jubiläum im Jahr 1968 hatten die Studenten so gar keine Lust, sich mit den Professoren zum gemeinsamen Feiern zu treffen… Ob die Studierenden in diesem 200. Gründungsjahr Zeit und Lust zum Feiern haben, wird man am Jahresende wissen. Wir aber nehmen uns die Zeit, die Entwicklung der Universität in der Innenstadt zu erkunden und zu erläutern. Denn auch wenn es so aussieht, als ob die Universität ihre historischen Gebäude in der Innenstadt nach und nach verlassen will, so sind diese Bauten doch weiterhin das Herzstück der Lehranstalt, die seit 200 Jahren die Stadt Bonn prägt. Hier begann der akademische Lehrbetrieb aller Fakultäten, hier begegnen uns auf Schritt und Tritt die Zeugnisse einer lebendigen Universitätsgeschichte.

Treffpunkt: Auf dem Alten Zoll, vor dem Arndt-Denkmal
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa, 19.09.2020, 09:30 Uhr: Weinberge und Winzerdörfer im Ahrtal – Ahrtalwanderung mit Besuch beim Öko-Winzer
Diese Wanderung führt in das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands links des Rheins. Auf dem Ahrhöhenweg geht es durch die Weinberge und Winzerdörfer immer mit Blick auf das weit unten liegende Ahrtal und die hügelige Eifellandschaft. Dabei interessiert uns die Geschichte der Region ebenso wie die geologische Entstehung. Zum Abschluß der Wanderung werden wir in einem ökologisch wirtschaftenden Weingut die “edlen Tropfen” der Region probieren und vieles über den Weinanbau im Ahrtal erfahren.

Treffpunkt: Bonn Hauptbahnhof, Eingangshalle, Infopoint
Dauer: ca. 7 Std.
Leistung: Tagesbegleitung, Bahnfahrten, Weinprobe
Picknick bitte mitbringen!
Beitrag: € 33,- p.P. (MindestteilnehmerInnenzahl 15 Personen)
*Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich!

Sa, 19.09.2020, 14:00 Uhr: Pützchens Markt – Ein Phänomen
Pützchens Markt zieht seit Jahrhunderten jedes Jahr Menschenströme nach Bonn.
Das Volksfest, das schon Kurfürst Clemens August und der Schinderhannes besuchten, ist in jeder Hinsicht ein Phänomen. Der ganze Stadtteil steht dann einige Tage lang Kopf: Riesige Fahrgeschäfte und neue Attraktionen kommen nach Pützchen, Vorgärten werden zu Imbißbuden und die Schule zur Leitstelle für Polizei und Feuerwehr.
Aber woher kommen die Unmengen Strom, wohin fließen die riesigen Abwassermengen und wie bekommt man den Zuschlag für sein Geschäft? Wer sind die -meist frommen- Schausteller, die sich zu Beginn des Festes zum Gottesdienst versammeln? Was hat es auf sich mit dem Plutenmarkt und der Adelheidis-Quelle, die den eigentlichen Urspung der Wallfahrtsstätte und des Marktes bilden?

Treffpunkt: Am Adelheidisbrunnen, Adelheidisplatz/Brunnenweg
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa, 19.09.2020, 21:00 Uhr: Mit dem Nachtwächter durch Bonn
Es waren gefährliche Zeiten und keine leichte Aufgabe, die der Nachtwächter in Bonn zu bewältigen hatte, denn neben dem üblichen Gesindel bedrohten im 17.Jahrhundert Krieg, Feuer und Pest die kurfürstliche Residenzstadt. Da brauchte es schon einen hartgesottenen Mann, der eine Ahnung hatte von Tuten und Blasen und der die Stadt des Nachts sicher bewachen konnte.
Zu seinen Aufgaben zählte die Bewachung der Mauern und das Schließen der Tore. Auch die Weingärten mußten vor Frevlern geschützt werden. Aber mit dem Wolfsturm, dem Maarturm oder gar dem Pranger hatte der Nachtwächter ja genügend Mittel, solchem Treiben ein Ende zu bereiten.

Treffpunkt: Rheingasse, Ecke Brassertufer
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-

So, 20.09.2020, 12:00 Uhr: Shoppen in Bonn vor 100 Jahren
Zusammen mit unserer “Perle” Berta begeben wir uns auf einen Einkaufsbummel durch das Bonn um 1909. Wir zeigen die Orte damaliger Geschäfte und Handelsplätze. Dabei soll nicht – oder nicht nur – die Ware im Mittelpunkt stehen. Uns wird vielmehr das Zusammenspiel von Käufern und Käuferinnen, von Geschäften, Verkäufern und Waren beschäftigen. Kurz: Wer kaufte was wo ein.

Treffpunkt: Altes Rathaus, Marktplatz
Dauer: ca. 2 Stunden.
Beitrag: € 12,- / 10,-

So, 20.09.2020, 14:00 Uhr: Die ehemalige Flak-Kaserne auf dem Venusberg
Die Führung stellt die bis heute kaum erforschte Flak-Kaserne auf dem Venusberg vor. Was kaum noch jemand weiß: Die Gebäude der heutigen Uniklinik dienten bis 1945 als Flak-Kaserne der Wehrmacht. 1938 war sie nach nur zweijähriger Bauzeit eingeweiht und nach dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring, benannt worden. Der Neubau der Kaserne war Teil der systematischen Kriegsvorbereitung und die Fortsetzung der vertragswidrigen Besetzung des linken Rheinufers durch die neugeschaffene Wehrmacht.
Neben dem weithin sichtbaren Flakturm lassen sich bis heute das Offizierscasino, die Unterkünfte und die Arrestbereich finden, dazu eine Kapelle, die nach dem Krieg aus den Unterständen der Flakgeschütze entstanden ist.

Treffpunkt: Sertürner Str. / Ecke Sigmund-Freund-Str.
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So, 20.09.2020, 14:00 Uhr: Zwischen Bahnsteig 11 und Amt 99 – Die total verrückte Innenstadt-Führung
Es ist schon verrückt, was man in der Bonner Innenstadt so alles vorfindet: Einen Bahnsteig 11 ohne Gleise und einen U-Bahn-Schacht, in dem man eine Straßenbahn vergessen hat. Verrückt auch, ein Geschäftshaus in der Stadt zu bauen, ohne die Grundstücke dafür zu haben, und ebenso verrückt war die Idee, eine breite Allee durch die historische Altstadt zu legen. Der Streit um das höchste Gebäude am Markt hat die Bonner schon ganz schön verrückt gemacht. Warum wurde eigentlich das Sterntor verrückt und wer hat die berühmte Litfaßsäule am Marktplatz verrückt? Ist es etwa normal, daß die U-Bahn mitten in der Stadt auftaucht und dass der Friedensplatz keinen Frieden stiften kann?
Auch im Stadthaus könnte man wohl manchmal verrückt werden, wenn es das Amt 99 nicht gäbe…

Treffpunkt: Poststr. / Ecke Maxilimilanstr., gegenüber dem Hauptbahnhof
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Fr, 25.09.2020, 18:00 Uhr: Brauereien und Bierkultur in Bonn
Unzählige Brauereien in städtischem, privatem und kirchlichem Besitz prägten einst das Bonner Stadtbild und unzählig sind auch die Geschichten, Traditionen und Streitereien um das beste Bier. Schon in den Verordnungen der Bonner Kurfürsten bahnte sich der bis heute andauernde Streit um das Bier aus Köln an, der mit der Kölsch-Konvention 1986 einen vorläufigen Schlusspunkt erreichte. Da liegt es nahe, die Bonner Brauereien und Bierhäuser als ein Teil der Stadtkultur zu erkunden von den Anfängen der Braukunst bis heute. Dazu gehören die Geschichten um Gambrinus, Arnulf und Laurentius ebenso wie die Regeln der Bierbraukunst und die Gründung des Bürgerlichen Brauhauses Bonn, aus dem später die Kurfürsten-Brauerei hervorging.
Aber auch von der Wirtin, die als Hexe verbrannt wurde, von bekannten Besitzern und Pächtern und vom Fassbier-Streik der Bonner Gastronomen wird hier die Rede sein.
Da aber die Zeit nicht stehenbleibt, soll bei ein paar Kölsch-Proben in ausgesuchten Wirtshäusern auch die Frage erörtert werden, was denn die Bonner Bierkultur ausmacht, ob auch andere Biere zur hiesigen ͈Kultur“ gehören und welche Brauereien tatsächlich hier das Sagen haben.

Treffpunkt: Vor dem Bonner Münster, Hauptportal
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-
Getränke auf Selbstzahlerbasis

Fr, 25.09.2020, 20:00 Uhr: Mit dem Nachtwächter durch Bonn
Es waren gefährliche Zeiten und keine leichte Aufgabe, die der Nachtwächter in Bonn zu bewältigen hatte, denn neben dem üblichen Gesindel bedrohten im 17.Jahrhundert Krieg, Feuer und Pest die kurfürstliche Residenzstadt. Da brauchte es schon einen hartgesottenen Mann, der eine Ahnung hatte von Tuten und Blasen und der die Stadt des Nachts sicher bewachen konnte.
Zu seinen Aufgaben zählte die Bewachung der Mauern und das Schließen der Tore. Auch die Weingärten mußten vor Frevlern geschützt werden. Aber mit dem Wolfsturm, dem Maarturm oder gar dem Pranger hatte der Nachtwächter ja genügend Mittel, solchem Treiben ein Ende zu bereiten.

Treffpunkt: Rheingasse, Ecke Brassertufer
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-

Sa, 26.09.2020, 14:00 Uhr: Beethoven ganz privat
Lebte Beethoven wirklich nur für die Musik? Welche Spuren seines Privatlebens kann man noch heute in Bonn finden? Was hat der kleine Ludwig als Kind wirklich getrieben? Und wie war seine Jugend? Alles über seine Familie und seine Schulzeit, über seinen Alltag und Freundeskreis erfahren Sie auf unserer neuen Tour.
Im Anschluß an die Führung machen wir mit Ihnen einen Gang durch das Beethovenhaus (Extrakosten: € 8,-/5,-) und ergänzen die Führung durch die Ansicht einiger Originalobjekte.

Treffpunkt: Beethovendenkmal, Münsterplatz
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa, 26.09.2020, 14:00 Uhr: Spionage in Bonn
50 Jahre sind genug, dachten sich die beiden ehemaligen Geheimdienstler der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA), und veröffentlichten alle Namen der in Bonn tätigen Spione. Heißes Material brachten sie zu Papier, wie die beiden sehr bald erkennen mußten, denn schon in der Forschungsphase gab es Versuche von interessierter Seite, das Erscheinen des Dossiers zu verhindern.
Die Autoren waren sich über die Brisanz ihrer Arbeit durchaus im klaren, denn das umfangreiche Werk sollte auch die letzten Geheimnisse der Spionage in Bonn lüften. Daher wurde das Manuskript dem StattReisen-Büro als der dafür zuständigen Stelle übermittelt.
Unglaublich, aber wahr: Das Manuskript ging verloren und nur Bruchstücke der heißen Ware kamen im StattReisen-Büro an. Jedermann wird verstehen, daß dieser Zustand nicht andauern kann: Die Papiere müssen wieder her.
Wie gut, daß es da noch einige alte Bekannte gibt. Eine Jagd durch Bonn beginnt, bei der Sie sich in die Welt der Spionage begeben und manche Überraschung erleben. Wir setzen Sie auf eine heiße Fährte und dabei begegnen Sie merkwürdigen Gestalten. Es gilt also, mit Hilfe der befreundeten Dienste Treffpunkte, Wirkungsorte und tote Briefkästen der Schnüffler aufzusuchen, um auf die Spur der Dokumente zu kommen.
Diese Suche ist nichts für Einzelkämpfer. Da braucht es ein eingespieltes Team, das sich blind aufeinander verlassen kann.

Konspirativer Treffpunkt: Café Müller-Langhardt am Markt
Der Tip kostet Sie eine Kleinigkeit, und zwar in kleinen, nicht-numerierten Scheinen:
Beitrag: € 24,- / 19,-
*Für die Spionagetour ist eine Anmeldung erforderlich.

Sa, 26.09.2020, 14:00 Uhr: von wegen der Demokratie… Die wahren Geschichten der Bonner Republik
Bei unserem Gang auf den etwas anderen Wegen der Demokratie stoßen wir auf Hinterzimmer und Bars, in denen so manche politische Entscheidung bei Bier und Kartenspiel gefällt wurde. Wir hören von den schmutzigen Tricks des Herrn Adenauer und erinnern daran, wie Bonner vor lauter Angst vor den friedlichen Demonstranten ihre Schaufensterscheiben vernageln. Bis ans Ende der Bonner Republik reichen Skandale, die dann in den Spendenaffären und den ”Bundeslöchtagen” ihren Höhepunkt fanden.
Aber neben den Skandalen der vergangenen Jahrzehnte dürfen natürlich die Kuriositäten nicht fehlen, wie bspw.. der weiße Wal im Rhein, der eine ganz Bundespressekonferenz zum Platzen brachte. Am Ende fällt der Blick auf die Zukunft des Viertels und die Art und Weise, mit der man in Bonn mit diesem schillernden Erbe umgeht.

Treffpunkt: vor dem Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee/ Ecke Rheinweg
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So, 27.09.2020, 11:00 Uhr: Bonn-Innenstadt. Auf und unter’m Pflaster
Bei diesem Rundgang gibt’s den Durchblick durch die Bonner Innenstadt. Wir durchstreifen den historischen Kern der Stadt und bewegen uns dabei auf dem für die City so charakteristischen Bonner Pflaster. Wir stellen die Universität vor und den Hauptbahnhof. Wir besuchen den Hofgarten, den Ort der größten Friedensdemonstrationen der alten Bundesrepublik. Wir erzählen vom Schicksal der jüdischen Gemeinde und der Synagoge und von der Geschichte des Arbeiterviertels “De Kuhl”. Und Sie erfahren, was unter’m Bonner Pflaster verborgen liegt. Natürlich gibt es immer wieder Neues aus der Bonner Kommunalpolitik.

Treffpunkt: Poststraße/Ecke Maximilianstraße, gegenüber dem Hauptbahnhof
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So, 27.09.2020, 11:00 Uhr: Radtour: Burgen, Schlösser und Ruinen
Noch heute präsentieren sich die Bonner Burgen als Wehrbauten und repräsentative Wohnsitze, auch wenn ihre Pracht im Laufe der Jahrhunderte reichlich gelitten hat. Besonders bekannt ist die Godesburg, die lange Zeit eine der wichtigsten Festungen und Residenzen der Kölner Erzbischöfe war. Wir besuchen auch die Endenicher Burg mit Gespenst aus dem 18.Jh., die Graurheindorfer Burg, die Wasserburg Lede, die Dransdorfer Burg und das Friesdorfer Turmhaus aus dem 12. Jahrhundert.

Treffpunkt: Eingang Kammerspiele Bad Godesberg, Am Michaelshof
Strecke: ca. 25 km
Dauer: ca. 4-5 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-
So, 27.09.2020, 14:00 Uhr: Bonnerinnen, berühmt und berüchtigt
Der Rundgang durch die Bonner Innenstadt zeigt Erstaunliches zur Bonner Frauengeschichte. Wie konnte es geschehen, daß aus einer Mätresse eine Heilige wurde? Warum brauchte Bonn eine Anstalt für erstmals ”gefallene” Mädchen? Warum mußte eine vermögende Prinzessin einen Beruf ergreifen? Natürlich wird auch der Matronenkult und die Geschichte der Beueler Wäscherinnen vorgestellt. Seien Sie gespannt auf die berüchtigten Bonnerinnen, die durch ”Manches” berühmt wurden.

Treffpunkt: Hauptportal Bonner Münster
Dauer: ca. 2 – 2,5 Stunden
Beitrag: €  10,- / 8,-

So, 27.09.2020, 14:00 Uhr: Südstadt – Aufbruch in die Gründerzeit
Bonns schönstes Wohnquartier wurde zwischen 1850 und 1910 erbaut. Das Gründerzeitviertel hatte den 2. Weltkrieg nahezu unversehrt überstanden. Weniger glimpflich verlief die Nachkriegszeit bis zur Einführung des Denkmalschutzgesetzes. Dennoch blieb die Südstadt ein in sich geschlossenes Areal gründerzeitlichen Bauens.
Zur Führung gehören auch stadt- und verkehrsplanerische Fragestellungen und die Geschichte der Bewohner des Viertels. Gezeigt werden u.a. die Universitätssternwarte von Schinkel und die Villa des jüdischen Geographen Philippson.

Treffpunkt: Poppelsdorfer Allee/Ecke Prinz-Albert-Straße
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,-/ 8,-

So, 27.09.2020, 15:00 Uhr: Willy-Brandt-Forum in Unkel
Willy Brandt verbrachte die letzten 13 Jahre seines Lebens in Unkel. Hier schrieb er seine Erinnerungen, von hier aus unternahm er als ‚elder statesman‘ mehr als 200 Reisen weltweit im Dienst für Frieden und Verständigung. Sein original wieder errichtetes Arbeitszimmer steht im Zentrum eines zeitgeschichtlichen Museums, das im Jahre 2011 eröffnet wurde. Auf zwei Ebenen präsentiert das Museum mehr als 500 Exponate, Filme und Dokumente aus dem Leben des großen €päers und Friedensnobelpreisträgers. Multimediale Präsentation und interessante interaktive Zugriffe machen den Besuch zu einem Erlebnis in Sachen Zeitgeschichte. Im Tresorraum des ehemaligen Bankgebäudes erwartet den Besucher zusätzlich Überraschendes.

Treffpunkt: Willy-Brandt-Platz 5 in Unkel  (im Zentrum der historischen Altstadt)
Dauer: ca. 1-1,5 Stunden
Beitrag: € 8,- / 4,- €

Programm im Oktober 2020

Fr., 2.10.2020, 20:00 Uhr: Mit dem Nachtwächter durch Bonn
Es waren gefährliche Zeiten und keine leichte Aufgabe, die der Nachtwächter in Bonn zu bewältigen hatte, denn neben dem üblichen Gesindel bedrohten im 17.Jahrhundert Krieg, Feuer und Pest die kurfürstliche Residenzstadt. Da brauchte es schon einen hartgesottenen Mann, der eine Ahnung hatte von Tuten und Blasen und der die Stadt des Nachts sicher bewachen konnte.
Zu seinen Aufgaben zählte die Bewachung der Mauern und das Schließen der Tore. Auch die Weingärten mußten vor Frevlern geschützt werden. Aber mit dem Wolfsturm, dem Maarturm oder gar dem Pranger hatte der Nachtwächter ja genügend Mittel, solchem Treiben ein Ende zu bereiten.
Treffpunkt: Rheingasse, Ecke Brassertufer
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-

Sa., 3.10.2020, 11:00 Uhr: Die Bonner Republik – Das ehemalige Regierungsviertel in der Bannmeile
Unser Bannmeilengang führt in die Zeit der Bonner Republik. Er zeichnet die Zeit nach vom Beginn als Provisorium bis zum Umzug des Bundestages nach Berlin.
Wir führen durch den Regierungsdschungel: Vom Gründungsort der westdeutschen Demokratie im Museum Koenig vorbei an der Villa Hammerschmidt und dem Palais Schaumburg bis zum Bundeshaus mit dem neuen Plenarsaal und dem Wasserwerk. Und natürlich fragen wir: Was bedeutet der Wandel der Hauptstadt zur Bundesstadt? Und was hat sich seit dem Umzugs des Bundestages in Bonn getan?
Treffpunkt: Eingang Museum Koenig
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa., 3.10.2020, 14:00 Uhr: Nordstadt-Planung in Bonn – Der Wandel zur „Altstadt“
Die sog. „Altstadt“ (eigentl. Nordstadt) ist mit ca. 9000 Einwohnern das am dichtesten besiedelte Quartier der Stadt. In den 60er- und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war das Viertel vom Durchgangsverkehr stark belastet und drohte auch aufgrund städtebaulicher Mißstände zu verkommen.
Daher wurde Mitte der 70er Jahre eine umfassende Rahmenplanung erarbeitet. Auf dieser Grundlage wurde das Viertel von 1984 bis 1994 im Rahmen eines Landesprogramms zur Wohnumfeldverbesserung umgestaltet.
Dabei wurden viele unansehnliche Straßen verkehrsberuhigt und neugestaltet, Grünflächen und Spielplätze angelegt, Fassaden restauriert und triste Hinterhöfe in kleine grüne Oasen verwandelt. Doch als 1985 die Heerstraße als erste Straße umgestaltet werden sollte, stieß die Planung zunächst auf Widerstand bei einigen Anwohnern. Es bedurfte großer Anstrengungen und einer intensiven Bürgerbeteiligung, um die die Bewohner davon zu überzeugen, dass die geplanten Maßnahmen das Viertel nachhaltig verbessern könnten. Niemand konnte sich vorstellen, daß die Heerstraße mit ihrer Kirschblüte im Internet einmal zu einer der zehn schönsten Straßen der Welt gewählt werden würde und das Viertel jährlich zu einem touristischen Anziehungspunkt würde. Führung mit der Stadtplanerin Brigitte Denkel.
Treffpunkt: Maxstraße/Ecke Breitestraße
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa., 3.10.2020, 14:00 Uhr: Tour d’amour
Liebesgeschichten aus Bonn
Bonn war und ist ein Ort zum Verlieben: Von Liebe, Leiden, Lust und Lastern in Bonn erzählt diese Tour d’amour. Schwelgen Sie mit in den Gefühlen von Luigi Pirandello und Jenny Schulze-Lander, erfühlen Sie die Sehnsucht der Prinzessin Viktoria von Preußen nach dem jugendlichen Lebemann Alexander Zoubkoff und erfahren Sie, welche Hindernisse Johanna und Gottfried Kinkel überwinden mußten, um zusammenzufinden.
Treffpunkt: Altes Rathaus, Marktplatz
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So., 4.10.2020, 11:00 Uhr: Klein-Amerika am Rhein – das amerikanische Viertel
Nach der Erhebung Bonns zur provisorischen Bundeshauptstadt zog die amerikanische Vertretung mit ihrem Verwaltungsapparat aus Frankfurt nach Bonn um. In der Plittersdorfer Aue entstand eine amerikanische Trabantensiedlung mit völlig eigenständiger Infrastruktur.
Bis 1963 war das Gebiet exterritorial, das heißt, ein Stück USA auf deutschem Boden. Wir besuchen Klein-Amerika und erläutern, welche Veränderungen dieses Viertel seit dem Abzug der Amerikaner erfahren hat.
Treffpunkt: Amerikanische Kirche, Turmstraße/Ecke Kennedyallee
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So., 4.10.2020, 11:00 Uhr: Spionage in Bonn*
50 Jahre sind genug, dachten sich die beiden ehemaligen Geheimdienstler der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA), und veröffentlichten alle Namen der in Bonn tätigen Spione. Heißes Material brachten sie zu Papier, wie die beiden sehr bald erkennen mußten, denn schon in der Forschungsphase gab es Versuche von interessierter Seite, das Erscheinen des Dossiers zu verhindern.
Die Autoren waren sich über die Brisanz ihrer Arbeit durchaus im klaren, denn das umfangreiche Werk sollte auch die letzten Geheimnisse der Spionage in Bonn lüften. Daher wurde das Manuskript dem StattReisen-Büro als der dafür zuständigen Stelle übermittelt.
Unglaublich, aber wahr: Das Manuskript ging verloren und nur Bruchstücke der heißen Ware kamen im StattReisen-Büro an. Jedermann wird verstehen, daß dieser Zustand nicht andauern kann: Die Papiere müssen wieder her.
Wie gut, daß es da noch einige alte Bekannte gibt. Eine Jagd durch Bonn beginnt, bei der Sie sich in die Welt der Spionage begeben und manche Überraschung erleben. Wir setzen Sie auf eine heiße Fährte und dabei begegnen Sie merkwürdigen Gestalten. Es gilt also, mit Hilfe der befreundeten Dienste Treffpunkte, Wirkungsorte und tote Briefkästen der Schnüffler aufzusuchen, um auf die Spur der Dokumente zu kommen.
Diese Suche ist nichts für Einzelkämpfer. Da braucht es ein eingespieltes Team, das sich blind aufeinander verlassen kann.
Konspirativer Treffpunkt: Café Müller-Langhardt am Markt
Der Tip kostet Sie eine Kleinigkeit, und zwar in kleinen, nicht-numerierten Scheinen:
Beitrag: € 24,- / 19,-
*Für die Spionagetour ist eine Anmeldung erforderlich.

So, 4.10.2020, 14:00 Uhr: Beuel – Die Bonner Sonnenseite
Im letzten Jahrhundert wurde aus dem Fischerdorf Beuel die Wäschestadt am Rhein. Seit der Jahrhundertwende wurden die ungeliebten Industriebetriebe aus Bonn ins ”arme” rechtsrheinische Beuel umgesiedelt. Beuel kann auf eine spannende Industriegeschichte zurückblicken. Wir bieten einen Tapetenwechsel der besonderen Art und einen winzigen kulinarischen Höhepunkt, made in Beuel.
Treffpunkt: Lokal Rheinlust/Kennedybrücke, Rheinuferseite
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,-/8,-
So., 4.10.2020, 14:00 Uhr: Der Bonner Bogen- Vom Industriestandort zur Hightech-Schmiede
Der „Bonner Bogen“ auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik ist die derzeit neueste und spannendste Stadterweiterung in Bonn. Dort, wo einst die Mitglieder der Familie Bleibtreu Zement herstellen ließen, entsteht jetzt hochkarätige Architektur. Anders als beim Posttower und dem Internationalen Kongreßzentrum entsteht hier eine dem Ort angepaßte Bebauung für unterschiedliche Nutzer. Die Geschichte des Industriepioniers Bleitreu und der „Oberkasseler Zementfabrik“ bleibt hier noch erlebbar.
Treffpunkt: Königswinterer Str./Ecke Heinr.-Konen-Str.
Dauer: 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Fr., 9.10.2020, 14:00 Uhr: Regierungsbunker Ahrweiler – Busexkursion zum ehemaligen Staatsgeheimnis Nr. 1*
Die Busfahrt beginnt in Bonn und führt über Wege, die auch die Regierungsvertreter benutzt hätten. Schon auf der Fahrt ins Ahrtal erläutern wir die merkwürdigen Anlagen entlang der Autobahn, die im „Verteidigungsfall“ zu Landebahnen für Flugzeuge umfunktioniert werden sollten. Im Regierungsbunker schließt sich eine ausführliche Führung an.
Im Anschluß an die Besichtigung besteht die Möglichkeit, den Ort Ahrweiler zu besuchen.
Busexkursion mit Besuch der Dokumentationsstätte
Treffpunkt: Bushalteplatz am Hofgarten, Adenauerallee/Ecke Am Hofgarten
Dauer: ca. 4 Stunden.
Beitrag: 28,-  €
Hinweis: Für den Besuch im Bunker ist ein kurzer Fußweg auf einem teilweise steilen Weg notwendig. Daher wird festes Schuhwerk empfohlen. Im Bunker herrscht dauerhaft eine Temperatur von 12 Grad Celsius. Die Teilnehmer werden gebeten, entsprechende Kleidung mitzunehmen.
*Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich!

Fr., 9.10.2020, 18:00 Uhr: Brauereien und Bierkultur in Bonn
Unzählige Brauereien in städtischem, privatem und kirchlichem Besitz prägten einst das Bonner Stadtbild und unzählig sind auch die Geschichten, Traditionen und Streitereien um das beste Bier. Schon in den Verordnungen der Bonner Kurfürsten bahnte sich der bis heute andauernde Streit um das Bier aus Köln an, der mit der Kölsch-Konvention 1986 einen vorläufigen Schlusspunkt erreichte. Da liegt es nahe, die Bonner Brauereien und Bierhäuser als ein Teil der Stadtkultur zu erkunden von den Anfängen der Braukunst bis heute. Dazu gehören die Geschichten um Gambrinus, Arnulf und Laurentius ebenso wie die Regeln der Bierbraukunst und die Gründung des Bürgerlichen Brauhauses Bonn, aus dem später die Kurfürsten-Brauerei hervorging.
Aber auch von der Wirtin, die als Hexe verbrannt wurde, von bekannten Besitzern und Pächtern und vom Fassbier-Streik der Bonner Gastronomen wird hier die Rede sein.
Da aber die Zeit nicht stehenbleibt, soll bei ein paar Kölsch-Proben in ausgesuchten Wirtshäusern auch die Frage erörtert werden, was denn die Bonner Bierkultur ausmacht, ob auch andere Biere zur hiesigen ͈Kultur“ gehören und welche Brauereien tatsächlich hier das Sagen haben.
Treffpunkt: Vor dem Bonner Münster, Hauptportal
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-
Getränke auf Selbstzahlerbasis

Fr., 9.10.2020, 20:00 Uhr: The Night Watchman (engl. Führung)*
Travel with the night watchman through Bonn.
A walk through the darker, wilder sides of the city.
These were dangerous times and the tasks which faced the night watchman meant that it was certainly not an easy job. Apart from dealing with the normal rabble and riff-raff in and around the city, the electoral capital of Bonn was threatened in the 17th century by war, fire and pestilence with the bubonic plague.
A hardened man, tough and well experienced, who could deal with any situation which might crop up, was required in order to watch over the city at night and ensure the safety of its citizens.
He’s certainly many’s a tale to tell about his often challenging  job: How the Dutch invading forces entrenched themselves on the Parson’s cap in the Rhine before finally retreating, to be replaced by Spanish forces.
As the international battles in spe seemingly lasted for perpetuity, Bonn, although luckily spared the brunt of the wars, was worried because its old medieval city walls were in urgent need of an upgrade, in order to cope and offer defence in such troubled times.
The night watchman’s passion was not only guarding the walls and closing the city gates, the vineyards also had to be protected from thieves and sinners. In order that the black death did not spread further than necessary the Cologne fisher women had to be prevented from offering rotten or adulterated fish for sale. Or, worse still would be if the many crooks, witches and blasphemers were allowed to wreak havoc with their vile, nefarious villany in Bonn.
However, with the Wolf’s tower and the Maar tower  and the “Pranger”, the pillory, the night watchman had sufficient weapons in his arsenal to adequately deal with any threats to law and order within the city.
Meeting place: Rheingasse, on the corner of  Brassertufer
Duration: Approx. 2 Stunden
Fee: € 12,- / 10,-
*Please register beforehand

Sa., 10.10.2020, 12:00 Uhr: Hauptbahnhof Bonn
Der Bonner Hauptbahnhof war nicht nur viele Jahre der „Große Bahnhof“ für die Bonner Republik, sondern schon seit seiner Entstehung einer der schönsten Bahnhöfe Deutschlands.
Wir erkunden den Bahnhof von allen Seiten, erläutern die Baugeschichte und erklären, wie dieser Verkehrsknoten funktioniert. Wer hält den Betrieb am Laufen, woher kommen die Ansagen, wer gibt die Signale? Welcher Plan läuft eigentlich ab, wenn eine der Rheinschienen gesperrt werden muss?
Treffpunkt: Hauptbahnhof Bonn: am Info-Point in der Bahnhofshalle
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,-/ 8,-

Sa., 12.10.2020, 14:00 Uhr: Dat Wasser vun Bonn…
…is juut, und vor allem: spannend. Denn die vielen Verbindungen, die das Wasser zu Bonn (und Bonn zum Wasser) hat, werden erst bei einem Stadtrundgang so richtig klar. Angefangen von der Ver- und der Entsorgung der Stadt mit dem kostbaren Stoff, vom Verkehr auf dem Wasser und dem Handwerk mit dem Wasser (Woher kommt eigentlich das Wasser fürs Bier?) bis hin zur wichtigsten Frage (Wem gehört der Rhein?) machen wir ein großes Faß auf für „Dat Wasser vun Bonn“.
Natürlich gehört auch eine Trinkprobe und eine zünftige Rheinüberquerung zur Stadtführung und auch die Frage, wie man vor dem ersten Brückenbau über den Rhein kam. Und dann stellen wir noch die heikle Frage, ob wir demnächst wieder im Rhein schwimmen dürfen (oder müssen), wenn alle Schwimmbäder geschlossen sind?
Treffpunkt: An der Fontäne auf dem Markt
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa., 10.10.2020, 14:00 Uhr: Der Petersberg*
Wallfahrer, Steinhauer und Staatsgäste
Der Petersberg kann auf eine über 2000jährige Geschichte zurückblicken: um 100 v. Chr. keltisch-germanische Fliehburg, im 12. Jahrhundert mittelalterliche Klosteransiedlung und seitdem Wallfahrtsort, gegen Mitte des 19. Jahrhunderts Treffpunkt der Romantiker, um die Jahrhundertwende Basaltanbau in Steinbrüchen, seit 1889 gehobener Hotelbetrieb mit eigener Zahnradbahn, nach dem Zweiten Weltkrieg Sitz der Hohen Alliierten Kommission und zur Zeit – wie lange noch? – Gästehaus für Staatsgäste.
Treffpunkt: Siebengebirgsmuseum, Kellerstraße 16, Königswinter
Dauer: ca. 3 – 4 Stunden
Strecke: ca. 6 km, teilw. starke Steigung
Beitrag: € 12,-
*Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich!

Sa., 10.10.2020, 14:00 Uhr: von wegen der Demokratie… Die wahren Geschichten der Bonner Republik
Bei unserem Gang auf den etwas anderen Wegen der Demokratie stoßen wir auf Hinterzimmer und Bars, in denen so manche politische Entscheidung bei Bier und Kartenspiel gefällt wurde. Wir hören von den schmutzigen Tricks des Herrn Adenauer und erinnern daran, wie Bonner vor lauter Angst vor den friedlichen Demonstranten ihre Schaufensterscheiben vernageln. Bis ans Ende der Bonner Republik reichen Skandale, die dann in den Spendenaffären und den ”Bundeslöchtagen” ihren Höhepunkt fanden.
Aber neben den Skandalen der vergangenen Jahrzehnte dürfen natürlich die Kuriositäten nicht fehlen, wie bspw.. der weiße Wal im Rhein, der eine ganz Bundespressekonferenz zum Platzen brachte. Am Ende fällt der Blick auf die Zukunft des Viertels und die Art und Weise, mit der man in Bonn mit diesem schillernden Erbe umgeht.
Treffpunkt: vor dem Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee/ Ecke Rheinweg
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa., 10.10.2020, 19:00 Uhr: Mit dem Nachtwächter durch Bonn
Es waren gefährliche Zeiten und keine leichte Aufgabe, die der Nachtwächter in Bonn zu bewältigen hatte, denn neben dem üblichen Gesindel bedrohten im 17.Jahrhundert Krieg, Feuer und Pest die kurfürstliche Residenzstadt. Da brauchte es schon einen hartgesottenen Mann, der eine Ahnung hatte von Tuten und Blasen und der die Stadt des Nachts sicher bewachen konnte.
Zu seinen Aufgaben zählte die Bewachung der Mauern und das Schließen der Tore. Auch die Weingärten mußten vor Frevlern geschützt werden. Aber mit dem Wolfsturm, dem Maarturm oder gar dem Pranger hatte der Nachtwächter ja genügend Mittel, solchem Treiben ein Ende zu bereiten.
Treffpunkt: Rheingasse, Ecke Brassertufer
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-

So., 11.10.2020, 11:00 Uhr: Spurensuche im ehemaligen Regierungsviertel
Mit dem Umzug des Bundestages nach Berlin wurde das Ende einer Epoche eingeleitet. Nun gilt es zu resümieren, wie sich das Regierungsviertel in der Gronau in der Zeit der Bonner Republik entwickelt hat. Welche alten Gebäude fielen neuen Planungen zum Opfer, was wurde verwirklicht und was blieb bis zuletzt als Idee auf dem Papier? Was ist baulich von historischem Wert und welche Bausünden hinterläßt “der Bund” in Bonn? Bei dem Gang rücken auch wieder die alten Villen ins Licht (Villa Spiritus, Villa Prieger), die bisher im Schatten der berühmten Villa Hammerschmidt und des Palais Schaumburg standen.
Treffpunkt: Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Adenauerallee/Ecke Zweite Fährgasse
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So., 11.10.2020, 14:00 Uhr: Himmel und Ääd – Von Blutwurst, Sauerbraten und dicker Suppe
Auf den Spuren der Armen und Reichen bewegen wir uns in der Geschichte der Bonner Eß- und Trinkkultur. Beeindruckend sind die Festessen der Wohlhabenden, karg die Ernährung der Bedürftigen. Neben Kneipengeschichte(n) erfahren Sie auch, was in Bonn auf den Tisch kommt. Wir werden unterwegs kulinarische Kostproben der Region probieren.
Treffpunkt: Altes Rathaus, Marktplatz
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-

So., 11.10.2020, 14:00 Uhr: Mit der U-Bahn in die Römerzeit
Diese Zeitreise bringt Sie auf besondere Weise zu den Zeugnissen der Römer, die für fast 400 Jahre das Leben in Bonn geprägt haben.
Ausgehend vom ”Archäologischen Park” im Bonner Norden entdecken wir das Lagerleben in der Garnisonsstadt, dazu Grabstelen und Weihealtäre, die uns vom Leben und Glauben in römischer Zeit erzählen. Wir suchen die Spuren der frühen Christen in Bonn und die einzig erhaltene Badeanlage aus römischer Zeit.
Mit der U-Bahn gelangen wir schließlich in das Gebiet der jüngsten Grabungen und erläutern das (leider zerstörte) Zentrum einer römischen Zivilsiedlung, in der sich eine Tempelanlage, Töpfereien und eine fast vollständig erhaltene Badeanlage fanden.
Treffpunkt: Kölnstraße / Ecke Rosental
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,- (zzgl. ÖPNV-Ticket)

So., 11.10.2020, 14:00 Uhr: Nordstadt – Buntes aus der sogenannten Altstadt
Seit jeher war die Nordstadt das Gegenstück zum bürgerlichen Süden. Kleine Gewerbe und Handwerksbetriebe prägten das Bild. Bis heute ist die bunte Vielfalt geblieben. Die Gastronomen der Nordstadt benannten das Viertel zur besseren Vermarktung der vielen Kneipen in “Altstadt” um. Hier fanden das Frauenmuseum, der Bonner Kunstverein, zahlreiche alternative Galerien und Betriebe und viele StudentInnen eine Bleibe. Hier gibt es den für Bonn bemerkenswerten genossenschaftlichen Wohnungsbau.
Treffpunkt: Maxstraße/Ecke Breite Straße
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Di., 13.10.2020, 10:00 Uhr: Das Stadtspiel – Ein Stadterkundungsspiel nicht nur für Jugendliche*
Bei dieser Stadtrallye können die TeilnehmerInnen selbst die Stadt erkunden. In kleinen Gruppen geht es los durch die Innenstadt. Mit einem Leitfaden und Fragebogen ausgestattet, gilt es, Punkte zu sammeln. An verschiedenen Posten müssen kleine Aufgaben gelöst oder knifflige Fragen beantwortet werden. Und am Ende gibt es auch noch kleine Preise für die beste Mannschaft.
Treffpunkt: Beethovendenkmal, Münsterplatz
Dauer: 2,5 – 3 Stunden (mit Auswertung)
Beitrag: € 10,- / 8,-
*Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich!

Di., 13.10.2020, 11:00 Uhr: Bonn für Kinder – Kinderstadtführung*
Spiel, Spaß und Aktion stehen im Vordergrund beim Bonn-Spiel, das für Kinder von 7 – 12 Jahren geeignet ist. Wir prägen z.B. alte Münzen, schicken eine Flaschenpost, schreiben wie die Römer, suchen nach St. Martin und erleben so spielend die Geschichte der Stadt. Jedes Kind erhält ein “Bonn-Büchlein” als Andenken, das nochmals die Stationen unseres Rundgangs in bunten Bildern nachzeichnet.
Treffpunkt: vor der Oper, Am Boeselagerhof
Dauer: ca. 3 Stunden
Beitrag: € 8,- / 10,-
*Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich!

Fr., 16.10.2020, 16:00 Uhr: Marx, Matrikel und Magnifizenz
Die neue Führung zum 200. Geburtstag der Bonner Universität
Seit 200 Jahren prägt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität das Bild der Stadt Bonn. Aber mit den Jubiläen der Bonner Universität war das so eine Sache. Das 100jährige mußte 1918 ausfallen wegen des Ersten Weltkrieges und beim 150. Jubiläum im Jahr 1968 hatten die Studenten so gar keine Lust, sich mit den Professoren zum gemeinsamen Feiern zu treffen… Ob die Studierenden in diesem 200. Gründungsjahr Zeit und Lust zum Feiern haben, wird man am Jahresende wissen. Wir aber nehmen uns die Zeit, die Entwicklung der Universität in der Innenstadt zu erkunden und zu erläutern. Denn auch wenn es so aussieht, als ob die Universität ihre historischen Gebäude in der Innenstadt nach und nach verlassen will, so sind diese Bauten doch weiterhin das Herzstück der Lehranstalt, die seit 200 Jahren die Stadt Bonn prägt. Hier begann der akademische Lehrbetrieb aller Fakultäten, hier begegnen uns auf Schritt und Tritt die Zeugnisse einer lebendigen Universitätsgeschichte.
Treffpunkt: Auf dem Alten Zoll, vor dem Arndt-Denkmal
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa., 17.10.2020, 14:00 Uhr: Geheimnisvolles Bonn
Eine Tour zu spannenden Orten und spektakulären Schatzfunden.
Bonn hat viele Geheimnisse, die es bei dieser Tour zu entdecken gilt. Zu den zahlreichen Überraschungen gehören etwa der spektakuläre Schatzfund an der Oper, der Jahrhunderte in einem Gutshof am Rhein vergraben lag. Die winzige Kapelle mitten in der Innenstadt ist auch für die Bonner noch immer eine handfeste Überraschung. Und wir werden der tragischen Geschichte um die verschwundene Braut an der Poppelsdorfer Allee auf den Grund gehen, die bis heute nicht geklärt ist. Geklärt, aber ebenfalls unglaublich bleiben der sensationelle Sperrmüll-Fund eines echten Macke-Gemäldes und die einstmals geplante Zerstörung der Bonner Südstadt, deren Spuren noch heute zu sehen sind.
Treffpunkt: vor der Oper, am Boeselagerhof
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So., 18.10.2020, 11:00 Uhr: Bonn – Residenz der Kurfürsten
Sie waren mächtig, gebildet, fromm und manchmal auch kurios. Die Kurfürsten, die ihre Residenz nach Bonn zur Hauptstadt des wohl bedeutendsten Kurfürstentums machten.
Bis heute ist das Stadtbild geprägt von der Kurfürstenzeit und bis heute hat ihr Wirken deutliche Spuren in Bonn hinterlassen: Ob als Erbauer der neuen Schlösser, als Gründer der ertsen Universität oder als Förderer der schönen Künste.
Von Joseph Clemens über Clemens August bis hin zum letzten Kurfürsten Max Franz zeigen wir die Orte ihres Wirkens und erzählen von den Besonderheiten und Kuriositäten, wie etwa vom Verbleib der Leiche des Kurfürsten Clemens August.
Treffpunkt: Hauptportal Bonner Münster
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So., 18.10.2020, 11:00 Uhr: Zwischen Bahnsteig 11 und Amt 99 – Die total verrückte Innenstadt-Führung
Es ist schon verrückt, was man in der Bonner Innenstadt so alles vorfindet: Einen Bahnsteig 11 ohne Gleise und einen U-Bahn-Schacht, in dem man eine Straßenbahn vergessen hat. Verrückt auch, ein Geschäftshaus in der Stadt zu bauen, ohne die Grundstücke dafür zu haben, und ebenso verrückt war die Idee, eine breite Allee durch die historische Altstadt zu legen. Der Streit um das höchste Gebäude am Markt hat die Bonner schon ganz schön verrückt gemacht. Warum wurde eigentlich das Sterntor verrückt und wer hat die berühmte Litfaßsäule am Marktplatz verrückt? Ist es etwa normal, daß die U-Bahn mitten in der Stadt auftaucht und dass der Friedensplatz keinen Frieden stiften kann?
Auch im Stadthaus könnte man wohl manchmal verrückt werden, wenn es das Amt 99 nicht gäbe…
Treffpunkt: Poststr. / Ecke Maxilimilanstr., gegenüber dem Hauptbahnhof
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

So., 18.10.2020, 14:00 Uhr: Shoppen in Bonn vor 100 Jahren
Zusammen mit unserer „Perle“ Berta begeben wir uns auf einen Einkaufsbummel durch das Bonn um 1909. Wir zeigen die Orte damaliger Geschäfte und Handelsplätze. Dabei soll nicht – oder nicht nur – die Ware im Mittelpunkt stehen. Uns wird vielmehr das Zusammenspiel von Käufern und Käuferinnen, von Geschäften, Verkäufern und Waren beschäftigen. Kurz: Wer kaufte was wo ein.
Treffpunkt: Altes Rathaus, Marktplatz
Dauer: ca. 2 Stunden.
Beitrag: € 12,- / 10,-

Mo., 19.10.2020, 10:00 Uhr: Das WeltStadtSpiel- Die Eine-Welt Stadtrallye durch die internationale Stadt Bonn*
Jedes Kind weiß heute, daß Kaffee, Tee und Kakao aus den Ländern des Südens kommen, aber wer hätte schon gedacht, daß eine Jeans 12 Länder durchläuft, bevor sie in unsere Läden kommt? Wie der Handel und die wirtschaftlichen Kontakte mit der ”Einen Welt” aussehen, kann man in diesem Weltstadtspiel erfahren.
Das Weltstadtspiel ist eine spannende und lehrreiche Entdeckungsreise durch Geschäfte, Kaufhäuser und öffentliche Institutionen der Bonner Innenstadt, immer auf den Spuren fremder Länder und Kulturen.
Am Ende der Tour werden die Fragen ausgewertet und nochmal besprochen. So gibt es keinen Gewinner und Verlierer, sondern eine Menge neuer Informationen über die Eine Welt in Bonn.
das WeltStadtSpiel eignet sich für alle Altersgruppen. Sie werden in kleinere Gruppen aufgeteilt, in denen die Teilnehmer, ausgestattet mit einem Fragebogen, verschiedene Stationen ablaufen. Um die Fragen beantworten zu können, müssen nicht nur Hinweise gelesen werden, sondern auch Fußgänger und Mitarbeiter der Institutionen, um die es in diesem Spiel geht, befragen. Sicher ist es sehr spannend, wenn die Gruppen aus unterschiedlichen Altersgruppen bestehen und miteinander diskutieren können.
Treffpunkt: Beethovendenkmal, Münsterplatz
Dauer: ca. 3 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Do., 22.10.2020, 17:00 Uhr: Bonn in der NS-Zeit – Verfolgung und Widerstand
Der Stadtrundgang beschreibt den Weg zur Machtergreifung, die Haltung der Universität, die Arbeit des politischen Widerstandes und die brutale Verfolgung während des Nationalsozialismus. Einzelschicksale verdeutlichen die Schrecken der NS-Zeit.
Treffpunkt: Mahnmal auf dem Kaiserplatz
Dauer: 2 – 2,5 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa., 24.10.2020, 14:00 Uhr: Briten in Bonn
Natürlich sind Briten hier!
Und zwar recht oft und immer wieder. Und jedes Mal gaben Sie Anlaß zu vielen, vielen Geschichten in Bonn. Ob als Künstler, Soldaten oder Studenten, ob auf Adelsreisen oder als Spione: Immer war die „Small Town In Germany“ ein Thema für die Briten – und die Briten ein Thema für die Bonner.
Weshalb war Queen Victoria ‘not amused’ während ihres Bonn-Besuchs im Jahr 1845?
Warum berichteten die englischen Reiseführer so ausführlich über „german beds“.Und warum konnte die Affäre Macdonald so eskalieren?
Wir erzählen von diplomatischen Missionen und davon, warum die Bonner Universität ein Anziehungspunkt für englische Gelehrte war; von der englischen ‘Kolonie’ in Bonn und auch von jenen Zeiten, in denen Briten als Besatzer in Bonn einmarschierten.
Treffpunkt: Vor dem Sternhotel am Marktplatz
Dauer: 2 Stunden
Beitrag: € 10,- / 8,-

Sa., 24.10.2020, 18:00 Uhr: Mit dem Nachtwächter durch Bonn
Es waren gefährliche Zeiten und keine leichte Aufgabe, die der Nachtwächter in Bonn zu bewältigen hatte, denn neben dem üblichen Gesindel bedrohten im 17.Jahrhundert Krieg, Feuer und Pest die kurfürstliche Residenzstadt. Da brauchte es schon einen hartgesottenen Mann, der eine Ahnung hatte von Tuten und Blasen und der die Stadt des Nachts sicher bewachen konnte.
Zu seinen Aufgaben zählte die Bewachung der Mauern und das Schließen der Tore. Auch die Weingärten mußten vor Frevlern geschützt werden. Aber mit dem Wolfsturm, dem Maarturm oder gar dem Pranger hatte der Nachtwächter ja genügend Mittel, solchem Treiben ein Ende zu bereiten.
Treffpunkt: Rheingasse, Ecke Brassertufer
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-

So., 25.10.2020, 14:00 Uhr: Südstadt – Aufbruch in die Gründerzeit
Bonns schönstes Wohnquartier wurde zwischen 1850 und 1910 erbaut. Das Gründerzeitviertel hatte den 2. Weltkrieg nahezu unversehrt überstanden. Weniger glimpflich verlief die Nachkriegszeit bis zur Einführung des Denkmalschutzgesetzes. Dennoch blieb die Südstadt ein in sich geschlossenes Areal gründerzeitlichen Bauens.
Zur Führung gehören auch stadt- und verkehrsplanerische Fragestellungen und die Geschichte der Bewohner des Viertels. Gezeigt werden u.a. die Universitätssternwarte von Schinkel und die Villa des jüdischen Geographen Philippson.
Treffpunkt: Poppelsdorfer Allee/Ecke Prinz-Albert-Straße
Dauer: ca. 2 Stunden
Beitrag: € 10,-/ 8,-

Fr., 31.10.2020, 18:00 Uhr: Brauereien und Bierkultur in Bonn
Unzählige Brauereien in städtischem, privatem und kirchlichem Besitz prägten einst das Bonner Stadtbild und unzählig sind auch die Geschichten, Traditionen und Streitereien um das beste Bier. Schon in den Verordnungen der Bonner Kurfürsten bahnte sich der bis heute andauernde Streit um das Bier aus Köln an, der mit der Kölsch-Konvention 1986 einen vorläufigen Schlusspunkt erreichte. Da liegt es nahe, die Bonner Brauereien und Bierhäuser als ein Teil der Stadtkultur zu erkunden von den Anfängen der Braukunst bis heute. Dazu gehören die Geschichten um Gambrinus, Arnulf und Laurentius ebenso wie die Regeln der Bierbraukunst und die Gründung des Bürgerlichen Brauhauses Bonn, aus dem später die Kurfürsten-Brauerei hervorging.
Aber auch von der Wirtin, die als Hexe verbrannt wurde, von bekannten Besitzern und Pächtern und vom Fassbier-Streik der Bonner Gastronomen wird hier die Rede sein.
Da aber die Zeit nicht stehenbleibt, soll bei ein paar Kölsch-Proben in ausgesuchten Wirtshäusern auch die Frage erörtert werden, was denn die Bonner Bierkultur ausmacht, ob auch andere Biere zur hiesigen ͈Kultur“ gehören und welche Brauereien tatsächlich hier das Sagen haben.
Treffpunkt: Vor dem Bonner Münster, Hauptportal
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Beitrag: € 12,- / 10,-
Getränke auf Selbstzahlerbasis